Wien: Djokovic rettet sich ins Halbfinale, Titelverteidiger Ljubicic out

Melzer-Bezwinger Chela bringt Nummer eins an den Rande einer Niederlage, Andreas Seppi sorgt beim 621.500 Euro-Event in Wien f├╝r eine ├ťberraschung.

Novak Djokovic verhinderte am Freitag nur knapp das Aus bei der BA-CA-TennisTrophy in Wien. Der Serbe setzte sich gegen Juan Ignacio Chela nach zwei Stunden und 53 Minuten mit 6:3, 5:7 und 7:6 durch. Im Semifinale wartet nun Andreas Seppi, der Titelverteidiger Ivan Ljubicic aus dem Bewerb nahm. Das bisher einzige Duell entschied Djokovic 2006 in Rotterdam f├╝r sich.

Argentinier mit Kampfgeist
Im ersten Satz gen├╝gte dem Serben ein fr├╝hes Break. Im zweiten Durchgang nahm Djokovic dem Argentinier den Aufschlag zum 3:2 ab. Chela k├Ąmpfte sich in die Partie zur├╝ck und schaffte nach einer Stunde und 52 Minuten den Satzausgleich.

Chancen nicht genutzt
Nach Ende des zweiten Satzes nahm der Serbe wegen R├╝ckenproblemen ein Medical Timeout und hatte vor allem bei eigenem Aufschlag gro├če M├╝he. Chela lie├č jedoch sechs Breakm├Âglichkeiten ungenutzt, darunter zwei Matchb├Ąlle beim Spielstand von 5:4. Djokovic rettete sich ins Tiebreak und nutzte nach zwei Stunden und 53 Minuten seinen zweiten Matchball. Erneut zeigte sich der Serbe vom langsamen Opticourt nicht begeistert und hofft auf eine Belag├Ąnderung im n├Ąchsten Jahr. "Das Spiel war anstrengend, aber morgen sollte ich wieder ausreichend fit sein", meinte Djokovic mit Blick auf das samst├Ągige Halbfinale.

Seppi fordert Djokovic
Im Semifinale trifft der Serbe nun auf Andreas Seppi, der Titelverteidiger Ivan Ljubicic mit 6:3, 6:3 aus dem Bewerb nahm. F├╝r Ljubicic war es im 13. Spiel in der Wiener Stadthalle die erste Niederlage. In den Jahren 2005 und 2006 hatte er das Turnier jeweils ohne Satzverlust f├╝r sich entschieden.

Titelverteidiger harmlos
Am Freitag kam Ljubicic allerdings ├╝berhaupt nicht ins Spiel. Seine beiden einzigen Breakchancen lie├č er ungenutzt und musste selbst dreimal sein Service abgeben. Seppi, dem die Revanche f├╝r die Niederlage in s'Hertogenbosch gl├╝ckte, zeigte sich nach der Partie zufrieden: "Ich bin stolz, ihn als erster Spieler in Wien besiegt zu haben. Ein Grund f├╝r die Fehler von ihm war wohl auch, dass ich ihn sehr unter Druck gesetzt habe."

Auch Vorjahresfinalist drau├čen
Als letzter Spieler qualifizierte sich Juan Carlos Ferrero f├╝r das Halbfinale. Die ehemalige Nummer eins der Welt besiegte den Chilenen Fernando Gonzalez mit 6:3, 4:6, 6:4. Der hoch motiviert scheinende Spanier zeigte dabei auch seine Qualit├Ąten am Netz und verwandelte schlussendlich seinen vierten Matchball gegen den Finalisten des Vorjahres. Erneut musste Ferrero eine Sonderschicht einlegen und ├╝ber drei S├Ątze gehen. Schon fr├╝her am Nachmittag spielte sich Stanislas Wawrinka ins Halbfinale. Der Schweizer nahm in einer ebenfalls leidenschaftlich gef├╝hrten Partie mit Feliciano Lopez den Sieger von 2004 aus dem Bewerb. Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit siegte Wawrinka gegen Koubek-Bezwinger Lopez mit 6:7, 6:3, 6:4.

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