Senioren-Staatsliga 65+: Fehlstart für den VSV und Baden

Die Vorjahresfinalisten verloren zum Auftakt gegen die beiden Aufsteiger aus Klosterneuburg und Pasching. Bei den Herren 35+ und den Damen 50+ blieben die Überraschungen noch aus.

Wenn anderswo bereits Saisonbilanz gezogen wird, geht es bei den Senioren teils erst so richtig los. Am Sonntag um 11 Uhr fiel bei den jüngsten (35+) und ältesten Herren (65+) sowie bei den Damen über 50 der Startschuss zur Staatsliga 2006.

Herren 35+: Alles schon vorprogrammiert?
Ganz nach Wunsch verlief der Beginn für Thomas Charamzas Mannen vom VSV: Die Titelverteidiger eröffneten mit einem souveränen 7:0 über ATSV Eckelt Glas Steyr - ohne Satzverlust. Die Finalisten von 2005 gingen es ähnlich locker an: Der TC Parkclub Igls landete in der Gruppe B einen 6:1-Auswärtserfolg gegen ASKÖ Linz Auhof. Mannschaftsführer Hubert Burtscher war hochzufrieden: "Wir sind selbst überrascht, dass es so gut ging." Ein Hauch von Resignation weht beim TK Eden nach dem 2:5 gegen Sport-Hotel-Kurz: "Wir werden in unserer Gruppe A zwar nichts mehr gewinnen, aber das macht nichts", formulierte es Captain Peter Tragauer. Bestätigung kam aus Salzburg von Wolfgang Kunstmann nach dem 3:4 gegen Altenstadt: "Wir sind schon gespannt auf das Entscheidungsspiel um den Abstieg gegen Eden."

Herren 65+: Heuer großer Umsturz?
2005 machten sich der TC VSV Villach und der Badener AC den Titel aus, 2006 stehen beide gleich zu Beginn mit dem Rücken zur Wand. Die Vorjahressieger aus Kärnten bezogen eine bittere 2:5-Heimschlappe gegen Aufsteiger TC Tennispoint Pasching. Der überglückliche Teamleader der Oberösterreicher Peter Nader im O-Ton: "Wir hätten nie gedacht, dass wir das gewinnen." Die Gruppe wird nach dem ersten Spieltag vom 1. STC Stiegl angeführt (5:2 in Gleisdorf). Alles auf eine Karte setzten die Badener in Gruppe B gegen den zweiten Neuling, den 1. Klosterneuburger Tennisverein. 3:2 führten die Mannen um Helmut Schwarz nach den Einzeln, Ex-Daviscupper Lance Lumsden und Hermann Mitterer sollten im Einser-Doppel alles klar machen - "wir dachten, dass die beiden eine Bank sind." Doch es ging daneben: Beide Doppel und somit der Sieg gingen an die Gäste aus Klosterneuburg. Im zweiten Gruppenspiel blieb der TC B Schattendorf gegen den BMTC erwartungsgemäß ohne Erfolgserlebnis - 0:7.

Damen 50+: Eden mit Profis in den Reihen
An allen drei Vorrunden-Spieltagen gibt es in Gruppe A ein Wiener Derby. Der simple Grund: Gleich drei der vier Teams kommen aus der Bundeshauptstadt. Das erste Wiener Duell fand zwischen dem TC Ober St. Veit und dem Hietzinger TV statt. Drei Siegpunkte holten die Gäste im Entscheidungssatz, dennoch reichte es nicht zum Gesamterfolg: 4:3 für Ober St. Veit. Mannschaftsführerin Luise Moser war mehr erschöpft als glücklich: "Ich bin heute sechs Stunden am Platz gestanden, obwohl ich seit vier Monaten eine Nackenverletzung habe." Weit weniger eng ging es beim TC Posch Neunkirchen zu, wo der Titelverteidiger TK Eden zu einem klaren 6:1-Sieg kam. Die Neunkirchnerin Juliette Stremitzer anerkennend Richtung Gegner: "Das sind echte Profis." Jeweils erst im Doppel fielen die Entscheidungen in Gruppe B. Dort gelang dem UTC Eugendorf (4:3 gegen den 1. Salzburger TC) und Vizemeister UWK Graz (4:3 in Baden) nach 3:2-Führung jeweils der eine zum Sieg noch erforderliche Punkt. In Eugendorf wurde anlässlich des gelungenen Auftakts gemeinsam angestoßen: "Ich glaub ich hab ein bisserl zu viel getrunken", lachte Gertrude Kirnbauer.

mw


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