ÖTV-Totalausfall in Estoril

Schwarzer Dienstag für die heimischen Profis in Estoril: Jürgen Melzer, Oliver Marach und Yvonne Meusburger scheiterten bereits in Runde eins.

Der Auftakt zur europäischen Sandplatz-Saison ist für Österreichs Tennis-Asse beim Turnier in Estoril gründlich daneben gegangen. Nach Oliver Marachs enttäuschender 1:6, 3:6-Auftaktniederlage gegen den Portugiesen Joao Sousa, musste auch Jürgen Melzer beim 349.000 Euro-Event früh den Hut nehmen. Der Niederösterreicher, der sich in der vergangen Woche einen Bänderriß im Fuß zugezogen hatte, unterlag Nikolay Davydenko in knapp einer Stunde mit 3:6, 1:6 und kassierte im vierten Duell mit dem Russen, die vierte Niederlage. Beim 145.000 Dollar-Turnier der Damen kam für Yvonne Meusburger in Runde eins gegen die topgesetzte Flavia Pennetta mit 6:4, 0:6 und 2:6 das Aus.

Lehrstunde für Melzer
Die Entscheidung im ersten Satz fiel, als Melzer das Break zum 3:4 kassierte. Danach ließ sich die Nummer zwei des Turniers den Satz nicht mehr nehmen. Im zweiten Durchgang zeigte sich Davydenko souverän: Er ließ bei eigenem Service nur drei Punkte von Melzer zu und nahm dem 26-Jährigen selbst zweimal das Service ab. Nach lediglich 60 Minuten schaffte Davydenko den Aufstieg ins Achtelfinale.

Kurzauftritt von Marach
Oliver Marach erging es in seiner Partie gegen den portugiesischen Qualifikanten Joao Sousa nicht besser. Marach fand gegen die Nummer 744 der Welt überhaupt nicht ins Spiel und hatte besonders bei eigenem Aufschlag große Probleme: Der 27-Jährige brachte nur 39 Prozent der ersten Aufschläge ins Feld und musste fünf seiner acht Aufschlagspiele abgeben. Nach gerade einmal 56 Minuten war Marachs erster Auftritt im Hauptbewerb eines ATP-Turniers seit Lyon im Oktober des Vorjahres beendet.

"Meuse" überrascht in Durchgang eins
Für den einzigen rot-weiß-roten Satzgeweinn in Portugal sorgte Yvonne Meusburger. Sie machte im ersten Satz einen 2:4-Rückstand wett und sicherte sich mit vier Spielgewinnen in Serie noch den Satz. Danach war Österreichs Nummer drei allerdings chancenlos: Die Nummer eins des Turniers durchbrach in der Folge fünfmal Meusburgers Aufschlag und fixierte nach einer Stunde und 51 Minuten den Aufstieg ins Achtelfinale.

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