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Federer zieht mit 10:8 im fünften in die nächste Runde ein
Janko Tipsarevic forderte von Roger Federer in einer viereinhalbstündigen Weltklasse-Partie alles heraus.

Die Australian Open 2008 wurden am Samstag beinahe um eine faustdicke Überraschung reicher: Roger Federer, Triumphator in den Jahren 2004, 2006 und 2007, brauchte 4:27 Stunden, um den Serben Janko Tipsarevic 6:7 (5), 7:6 (1), 5:7, 6:1, 10:8 niederzuringen. Der Schweizer stellte in diesem Thriller auch ein paar neue Rekorde auf: Erstmals schlug der 26-Jährige 39 Asse, darüber hinaus gelangen ihm 96 Winner. Gleichzeitig beging er mit 64 unerzwungenen Fehlern um 17 mehr als sein Gegenüber.
Tipsarevic als Chancen-Killer
Janko Tipsarevic, der das erste Duell mit Federer glatt verlor, machte es ihm an diesem Tag alles andere als leicht: Der Serbe bestach fast die ganze Zeit mit druckvollem Grundlinien-Spiel und guter Laufarbeit. Der Schweizer fand in der gesamten Partie 21 Breakchancen vor, nur fünf konnte er davon verwerten. Auf der anderen Seite verwandelte Tipsarevic drei von drei, da er bei den Big Points zumeist sein bestes Tennis spielte.
"Es ist ein schönes Gefühl"
Als Federer im dritten Durchgang Tipsarevic' Service zum 3:1 durchbrach, folgte mit einem Rebreak des Serben gleich die perfekte Antwort. Danach durchbrach er Rogers Aufschlag zum 6:5 und servierte aus. Nachdem Federer im vierten klar dominierte, hielten im fünften beide ihr Service bis zum 8:8, ehe Roger das entscheidende Break gelang. "Es war ein großartiges Match, er spielte fantastisch. Ich habe hart gekämpft, und es ist ein schönes Gefühl, nach einem 1:2-Satzrückstand noch zurück zu kommen und auf diese Weise im fünften zu gewinnen. Die Partie war gut für meine mentale Verfassung", meinte Roger.
Längster Satz für Federer
Der Weltranglisten-Erste ist nicht ganz unglücklich über seinen langen Kampf: "Ehrlich gesagt finde ich es gut, wenn ich ab und zu einmal eine Fünf-Satz-Partie habe." In den ersten beiden Runden hatte Roger gegen Diego Hartfield (ARG) und Fabrice Santoro (FRA) insgesamt nur sechs Games abgegeben. Der Entscheidungs-Satz war für Federer der längste in seiner bisherigen Karriere. Außerdem spielte in der "Open Era" ein Topgesetzter noch nie länger als Federer an diesem Tag. Im Achtelfinale trifft er nun auf Eschauer-Bezwinger Tomas Berdych aus Tschechien.
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