Melbourne: Federer und Djokovic im Eilzugstempo

Bei den Australian Open gaben sich die Favoriten am Donnerstag keine Blöße. Roger Federer gab in seinem Spiel gegen Santoro gar nur drei Games ab.

Beim 20.600.000 Dollar-Event in Melbourne bleibt Roger Federer weiter auf Kurs Richtung Titelverteidigung. Der Schweizer besiegte in seinem Zweitrunden-Match den Franzosen Fabrice Santoro glatt mit 6:1, 6:2, 6:0. Nach 81 Minuten war der Arbeitstag des Weltranglisten-Ersten bereits wieder beendet. Federer zeigte sich weiter in Hochform und verbuchte 53 Gewinnschläge bei nur 18 unerzwungenen Fehlern. Sein 35-jähriger Kontrahent stellte bei den diesjährigen Australian Open einen neuen Rekord auf: Es war bereits der 62. Antritt von Santoro bei einem Grand Slam-Turnier. Damit überholte er Andre Agassi, mit dem er bei den US Open gleichgezogen hatte.

Djokovic ohne Mühe
Wenig zu kämpfen hatte auch Novak Djokovic bei seinem Sieg über den Italiener Simone Bolelli. Die Nummer drei des Turniers gewann mit 6:1, 6:2, 6:2. Ohne Satzverlust blieben auch Tomas Berdych, James Blake und Juan Carlos Ferrero. Die letzte Hoffnung auf einen australischen Heimsieg bleibt wie so oft Lleyton Hewitt. Der Finalist von 2005 setzte sich mit 7:6, 6:3, 5:7, 6:1 gegen den Usbeken Istomin durch. Ebenfalls über vier Sätze mussten David Nalbandian und Fernando Gonzalez gehen.

Baghdatis über die volle Distanz
Der nächste Gegner von Hewitt heißt Marcos Baghdatis. Der Finalist des Jahres 2006 triumphierte im Duell mit Marat Safin, dem Sieger von 2005, im letzten Spiel des Tages nach über drei Stunden mit 6:4, 6:4, 2:6, 3:6, 6:2. Für Safin setzte sich damit eine unrühmliche Serie fort: Noch nie in seiner Karriere gelang es dem Russen, einen 0:2-Satzrückstand wettzumachen.

Venus glänzt noch nicht
Wie schon in Runde eins präsentierte sich Venus Williams bei ihrem heutigen Sieg über Camille Pin nicht in Topform. Sie gewann mit 7:5, 6:4, wobei ihr die Aufschlagschwäche der Französin zu Hilfe kam. Nur langsam in Schwung kam auch Svetlana Kuznetsova in ihrem Spiel gegen die Bulgarin Pironkova. Die Nummer zwei der Welt musste im ersten Durchgang einen Satzball abwehren, setzte sich aber schließlich mit 7:6, 6:2 durch. Weniger Mühe bei ihren Erfolgen hatten Ana Ivanovic, Daniela Hantuchova und Anna Chakvetadze.


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