Eintrag 443: Freitag, 11. Jänner, Melbourne

Wieder Moya ... naja ... unglaublich aber, mit wem ich dieser Tage trainiere!

Der Ärger über die Niederlage gegen Moya ist verraucht - umso mehr, als ich am Montag Chance auf Revanche habe. Wie ihr wisst, ist er hier in Melbourne mein Erstrundengegner. Natürlich ist das jetzt kein Superlos - bei einem 120-Mann-Feld einen aus den Top 20 zu kriegen, ist natürlich nicht optimal.

Aber ich freu mich trotzdem auf die Partie. Ich weiß, dass ich gute Chancen habe, schließlich war ich ja in unserer letzten Partie fast zwei Sätze lang der klar Bessere - aber eben nur fast. Aber ich bin sicher, dass ich ihn kein zweites Mal auskommen lasse. Wenn ich am Montag wieder führe, werde ich meine Chancen nicht so leichtfertig vergeben ...

Und sollte es doch nicht klappen, dann hab ich eine Ausrede auf keinen Fall: die, dass ich schlecht trainiert hätte. Gestern Blake, heute Federer, morgen Nadal, am Sonntag Davydenko - bessere Trainingspartner gibt es auf der ganzen Welt nicht. Wobei es nicht nur ein Riesenvorteil ist, mit solchen Topstars zu trainieren, sondern bei einem Grand Slam vor allem, dass du zwei Stunden lang einen Platz ganz allein für dich zur Verfügung hast. Da kannst du viel intensiver und besser arbeiten, als wenn du dir den Platz mit anderen teilen müsstest.

Wie es dazu gekommen ist, dass ich mit diesen Stars trainiere? Ganz einfach: Roger hab ich ein SMS geschrieben, Nadal gestern einfach gefragt, mit Blake schon in Sydney alles ausgemacht, und Davydenko wurde über Ronnie Leitgeb vermittelt, der auch hier ist und mich angeSMSt hat, ob ich nicht mit Davydenko trainieren mag ... und ich hab natürlich nicht nein gesagt. ;-)

Von den Österreichern in der Quali hab ich nicht allzu viel gesehen, nur den letzten Satz von der Partie von Martin Fischer gegen Gremelmayr. Das war in der Affenhitze hier wie ein Boxkampf in der 15. Runde, beide waren völlig fertig - Gremelmayr hat im letzten Game sogar auf den Platz gekotzt vor Erschöpfung. Schade, dass es Fischer nicht geschafft hat, aber es war wirklich sehr, sehr knapp, und der Bursche hat sich wirklich sehr gut verkauft hier.

CU auf tennisfabrik.at!

Euer Stefan Koubek


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