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St. Anton: Safin und Sela kommen
Mit Marat Safin kommt eine "große Nummer" zur Tennistrophy nach St. Anton. Neben dem Russen wird auch der israelische Davis-Cup-Held Dudi Sela am Arlberg aufschlagen.

Für die 20. Tennistrophy vom 12. bis 15. Dezember in St. Anton wurden am Montag zwei hochkarätige Spieler präsentiert. Günter Bresnik, der für die Zusammenstellung des Teilnehmerfeldes verantwortlich ist, konnte nach den beiden Österreichern Stefan Koubek und Jürgen Melzer sowie Philipp Kohlschreiber (GER) nun auch den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Marat Safin (RUS) und den Israeli Dudi Sela verpflichten.
Party-Gast Safin
"Marat Safin war die Nummer eins der Welt, hat bei zwei Grand-Slam-Turnieren triumphiert und mit Russland zweimal den Daviscup geholt. Er hat alles gewonnen, was es im Tennis zu gewinnen gibt. Er ist eine der ganz großen Nummern auf der Tour. Aber er ist mit Sicherheit kein Kind von Traurigkeit, er hat das Leben stets in vollen Zügen genossen. Wenn er ein wenig konsequenter gewesen wäre, hätte er noch viele weitere Erfolge feiern können", charakterisiert Bresnik den 27-jährigen Russen mit Wohnsitz Monte Carlo.
Große Erfolge
Safin gewann im Laufe seiner Karriere 15 ATP-Turniere, darunter mit den US Open 2000 und den Australian Open 2005 auch zwei Grand Slam-Turniere. Bei den Daviscup-Triumphen der Russen 2002 in Frankreich (3:2) und im Vorjahr zuhause gegen Argentinien (3:2) steuerte der 1,93 Meter große Rechtshänder jeweils zwei Punkte bei. Safin, der 2007 ein Semifinale in San Jose als bestes Resultat zu Buche stehen hat und in der Weltrangliste auf Rang 56 zurückfiel, will es 2008 noch einmal wissen. "Er steht schon seit einem Monat voll im Training und wird sich daher in St. Anton in starker Form präsentieren", ist Bresnik überzeugt.
Revanche in St. Anton?
Ausgerechnet gegen Marat Safin hatte der erst 22-jährige Dudi Sela heuer bei den Australian Open seinen großen Auftritt. Nach einem Auftaktsieg über den starken Thailänder Paradorn Srichaphan brachte Sela den Russen in Runde zwei dank einer überragenden Leistung an den Rand einer Niederlage, musste sich nach dem verlorenen Tiebreak im vierten Satz letztlich aber nach 3:21 Stunden doch noch mit 3:6, 7:5, 6:4, 6:7 (4), 0:6 geschlagen geben.
Nationalheld Sela
Im vergangenen September erreichte die Nummer 63 im ATP-Ranking in seiner Heimat Heldenstatus, als er im Daviscup gegen Chile in Ramat Hasharon zunächst Nicolas Massu in 5:07 Stunden – dem längsten Match der israelischen Daviscup-Geschichte – in vier Sätzen bezwang, ehe er am Schlusstag mit einem dramatischen Fünfsatz-Triumph über Top-10-Star Fernando Gonzalez nach 13-jähriger Absenz die Rückkehr Israels in die Weltgruppe fixierte.
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