Daviscup: USA wollen Russland entthronen

Mit einem fanatischen Publikum im Rücken will Daviscup - Rekordsieger USA am Wochenende den Pokal holen. Für Russlands Kapitän sind die Amerikaner auch klarer Favorit.

Die USA hoffen, durch einen Sieg über Titelverteidiger Russland ihre zwölfjährige Durststrecke im Daviscup zu beenden: Zuletzt hatte man im Jahr 1995 im Endspiel gegen die Russen auswärts gewonnen. Nun soll der Titel in Portland, Oregon erneut erobert werden: Mit einem Sieg könnten sich die USA bereits zum 32. Mal die begehrte Trophäe sichern.

Riesiges Zuschauerinteresse
Andy Roddick und Co. dürfen dabei auf heimischem Boden auf enorme Unterstützung der Fans bauen: Das 12.000 Plätze fassende Memorial Coliseum war in nur 17 Minuten restlos ausverkauft. " Daran sieht man wie groß hier die Begeisterung für Tennis ist. Ich erwarte mir eine echt ruppige Menge“, freute sich Roddick, der zuletzt beim Masters starke Form bewiesen hatte. Einen zusätzlichen Vorteil sieht Daviscup-Kapitän Patrick McEnroe im Belag: "Wir haben einen schnellen Untergrund gewählt, der gut auf unser Spiel abgestimmt ist.“

Russisches Team als Außenseiter
Russen-Coach Schamil Tarpishew übt sich inzwischen in Bescheidenheit: "Die Chancen meiner Mannschaft stehen bei 30 bis 35 Prozent, aber warum sollten wir nicht versuchen zu gewinnen?“ Die letzte Begegnung - das Semifinale 2006 – konnte sein Team in Moskau auf Sand noch für sich entscheiden. Im Jahr 1998 unterlag man –ebenfalls unter Tarpischew - den Amerikanern auswärts auf Hardcourt nur knapp mit 2:3. Russlands Topstar Nikolay Davydenko hat mit der Außenseiterrolle jedenfalls kein Problem: "Ich spiele sowieso lieber auswärts, da ist der Druck viel geringer.“ Ein Sieg über die USA würde für Russland den dritten Titelgewinn nach 2002 und 2006 bedeuten.




zurück zur Übersicht