Shanghai: Knowle/Aspelin stürmen ins Endspiel

Julian Knowle schreibt beim 4.450.000 Dollar-Event in China österreichische Tennisgeschichte und zieht an der Seite von Simon Aspelin ins Endspiel ein.

Julian Knowle und Simon Aspelin dürfen weiterhin von ihrem ersten Masters-Titel träumen. Die an drei gesetzte Paarung setzte sich im Semifinale von Shanghai gegen Martin Damm und Leander Paes nach 73 Minuten mit 6:4, 6:4 durch. Im Finale warten nun die topgesetzten Daniel Nestor und Mark Knowles.

Überzeugende Leistung
Knowle/Aspelin erwischten am Samstag einen Auftakt nach Maß und schafften ein frühes Break zum 2:1. Bei 4:3 und Aufschlag Knowle zeigte das österreichisch-schwedische Duo Nervenstärke: Bei Aufschlag Knowle stellten sie nach 0:40 noch auf 5:3. Im darauf folgenden Spiel ließen sie zwei Satzbälle ungenutzt, ehe Aspelin zu Null zum Satzgewinn ausservierte. Im zweiten Durchgang gelang den US Open-Siegern das entscheidende Break zum 4:3. Damm/Paes konnten in der Folge zwei Breakchancen zum Ausgleich nicht nutzen. Danach ließen sich Knowle/Aspelin die Partie nicht mehr nehmen und Knowle verwertete nach 73 Minuten den ersten Matchball.

Glückt die Revanche?
Im Endspiel warten nun Daniel Nestor und Mark Knowles. Die beiden setzten sich im zweiten Halbfinale gegen Paul Hanley/ Kevin Ullyett in drei Sätzen durch. Für Knowle/Aspelin bietet sich am Sonntag die Chance zur Revanche: Gegen das topgesetzte Duo setzte es in der Gruppenphase die bislang einzige Niederlage des Turniers.

Titel Nummer fünf wartet
Am Sonntag geht es für Knowle um den fünften Titel der Saison, den zwölften seiner bisherigen Laufbahn. 2007 war er an der Seite von Aspelin in Pörtschach, Halle, Baastad und bei den US Open in New York erfolgreich gewesen. Darüber hinaus ist Julian der erste Österreicher in der Tennisgeschichte, der beim Masters Cup ins Endspiel einzog.

Konten gefüllt
Finanziell hat sich die Reise nach China jedenfalls ausgezahlt. Der Finaleinzug brachte 25.000 Dollar, womit Knowle bereits 52.200 Dollar eingespielt hat. Im Falle des Titelgewinns gäbe es noch weitere 50.000 Dollar auf das Konto. Auch im Ranking wird Knowle einen weiteren Sprung nach vorne machen. Am Serben Nenad Zimonjic, mit dem er 2004 das Finale von Wimbledon erreicht hatte, und am Tschechen Pavel Vizner ist er bereits vorbeigezogen. Holt er mit Aspelin den Titel, würde er sich hinter den Bryan-Zwillingen auf Rang drei klassieren.

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