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Dreikampf an der Spitze: Koubek wieder Österreichs Nummer eins
Diese Woche noch hinter Melzer und Eschauer, ab Montag nach fast vier Jahren Pause wieder bester ATP-Österreicher: Stefan Koubek feiert auch im Ranking ein erstaunliches Comeback.

Jürgen Melzer auf 56, Werner Eschauer auf 66, Stefan Koubek auf 68, Melzer und Koubek trennen gerade einmal 60 Punkte: Wie sehr sich der Kampf um Österreichs besten ATP-Rang zu Saisonende zuspitzt, zeigt das Ranking der aktuellen Woche. Mit seinem gestrigen Sieg über Ivan Ljubicic hat sich Stefan Koubek in die beste Ausgangsposition gebracht: Der Kärntner wird am Montag Jürgen Melzer als Österreichs ATP-Nummer eins ablösen – und erstmals seit Jänner 2004 wieder das österreichische Ranking anführen.
„Top 50 wären mir wichtiger“
Selbst bei einer Niederlage heute in der Late-Night-Show gegen Feliciano Lopez hätte Koubek in Madrid seinen ATP-Punktekontostand auf 640 erhöht – nach aktuellem Stand wäre das Platz 52 der Weltrangliste. Koubek selbst spielt das interne Duell gegen Melzer und Eschauer in seinem Tagebuch auf tennisfabrik.at herunter, sagt: „Es gibt Wichtigeres als Nummer eins in Österreich zu sein - wenn ich in Österreich Nummer zehn bin und dafür Top 50 in der ATP, wäre es mir echt lieber.“ Aber dennoch sieht Koubek darin eine „Bestätigung meiner Leistungen seit den US Open“.
Punkte bei den großen Turnieren und gegen Top-Spieler
Tatsächlich hat Koubek gerade bei großen Turnieren und gegen starke Gegner die entscheidenden Punkte im Stallduell gegen Melzer und Eschauer gesammelt – und zwar vor allem in seinem bemerkenswerten Saison-Endspurt, der in New York begann: Zehn Siege über Spieler aus den Top 50 seit Jahresbeginn – davon fünf in den letzten beiden Monaten – stehen sieben von Melzer und zwei von Eschauer gegenüber. Koubek hat für Österreichs bestes männliches Grand Slam-Resultat des Jahres gesorgt – dritte Runde US Open – und in Madrid mit dem Achtelfinale aus der Quali schon vor dem Lopez-Match das beste heimische Ergebnis dieser zweithöchsten Turnierserie erspielt.
Wer überwintert als Nummer eins?
Koubek hat auch gute Chancen, seinen Platz als bester ATP-Österreicher bis Jahresende zu halten. Allerdings muss er noch 40 Punkte verteidigen, während Melzer und Eschauer im Saisonrest nur noch zulegen können. Freilich geht es allein heute Abend gegen Feliciano Lopez um 50 ATP-Punkte – und für Stefan Koubek wohl auch die Rückkehr unter die Top 50 der Welt. Es wäre die Krönung des außerordentlichen Comebacks eines von vielen schon mehrfach Abgeschriebenen: Zu den 50 besten Tennisspielern der Welt zählte Koubek zuletzt am 13. Jänner 2003.
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