Enttäuschung in Wien: Auch Melzer draußen
Der 26-Jährige unterlag Juan Ignacio Chela in drei Sätzen. Der Belag der BA-CA-Trophy stand nach der Niederlage wieder einmal unter Kritik.

Österreich ist bei der mit 621.500 Euro dotierten BA-CA-Trophy im Einzelfeld nicht mehr vertreten. Nach Stefan Koubek musste sich auch Jürgen Melzer in drei Sätzen geschlagen geben. Der Deutsch-Wagramer verlor gegen Juan Ignacio Chela, die Nummer sieben der Setzliste, nach genau zwei Stunden mit 6:4, 3:6, 2:6. Im Head to head stellte der Argentinier auf 2:2.
Chela überlegen
Im ersten Durchgang drehte Melzer einen 1:3-Rückstand mit zwei Breaks um. Auch im zweiten lief zunächst alles nach Plan – bis zum 1:0, 30:0 bei eigenem Aufschlag. Danach spielte nur noch Chela, der mit dem Rebreak zum 1:1 und einem weiteren Break zum 4:2 den Satzgleichstand herstellte. Der 28-Jährige aus Buenos Aires spielte Melzer mit druckvollem und beinahe fehlerlosem Tennis teilweise an die Wand. Im dritten Satz kassierte Jürgen zwei Breaks zum 0:1 und 1:4, danach gab sich Chela keine Blöße mehr.
Ärger über den Belag
Jürgen Melzer haderte nach der Niederlage nicht nur mit seinem Spiel: "Ich komme mit diesem Belag nicht zurecht. Er ist der mit Abstand langsamste auf der Tour. Wenn ich zum Netz laufe, ist das wie Selbstmord, weil ich den Ball einfach nicht wegbringe. Chela kommt dieser Untergrund sicher mehr entgegen. Leider hat auch die Turnierleitung ihr Versprechen nicht gehalten, dass sie einen schnelleren reinlegen. Alles in allem soll das keine Ausrede sein, alle Spieler haben dieselben Bedingungen." Leo-Günther Huemer hat auf die Kritik einiger Spieler bereits reagiert: "Im nächsten Jahr gibt es einen um 20 Prozent schnelleren Platz." Auch die Infrastruktur soll verbessert werden.
Jetzt gehtÂ’s nach Madrid
Melzer bestreitet im Jahr 2007 noch die Super9-Turniere in Madrid und Paris. Dabei möchte der 26-Jährige möglichst viele Punkte sammeln, um als Top50-Spieler in die nächste Saison zu gehen. "Ich hoffe, dass ich bald wieder die Konstanz finde, um zwei oder drei Sätze auf einem Niveau durch zu spielen", so Melzer.
Aus Wien: Bernt Baumgartner, Arek Piatek und Andreas Simon
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