Metz: Auftaktsieg für Melzer
Teil eins im "Länderkampf" mit Frankreich geht an Österreich: Jürgen Melzer setzte sich nach hartem Kampf gegen David Guez durch. Das Spiel war von der Abwehr von zahlreichen Satz- und Matchbällen geprägt.

In der ersten Runde des 353.450 Euro-Turniers in Metz hatte Jürgen Melzer Schwerstarbeit zu verrichten. Nach zwei Stunden und 45 Minuten setzte er sich gegen David Guez mit 7:5, 6:7, 6:2 durch. Im Duell der beiden Qualifikanten leistete der Franzose, im ATP-Ranking auf Platz 192, erbitterte Gegenwehr und hatte in den beiden ersten Durchgängen jeweils Satzbälle. Der Niederösterreicher steht in Metz unter Druck, hat er doch aus dem Vorjahr einen Finaleinzug zu verteidigen.
Spiel der vergebenen Chancen
Der erste Satz stand anfangs im Zeichen des Franzosen, der mit 4:1 in Führung ging. Beim Stand von 3:5 wehrte Melzer einen Satzball ab und schaffte das Rebreak. Nach einem weiteren Break holte er sich den ersten Durchgang mit 7:5. Auch im zweiten Satz führte Guez mit 4:1, doch der Niederösterreicher kam wieder heran. Bei 4:5 konnte er bei eigenem Aufschlag fünf Satzbälle abwehren. Danach durchbrach Melzer den Aufschlag des Franzosen, doch bei 6:5 ließ er seinerseits bei eigenem Service zwei Matchbälle ungenutzt und musste ins Tiebreak. Dieses gewann Guez klar mit 7:2. Die Entscheidung im dritten Satz brachte ein Break Melzers zum 4:2. Nach fast drei Stunden Spielzeit verwandelte der Deutsch-Wagramer schliesslich seinen sechsten Matchball zum Sieg.
Nächster Gegner vermutlich Canas
In der zweiten Runde trifft Melzer auf den Sieger der Partie zwischen Guillermo Canas und Mikhail Ledovskikh. Von sich reden machte der als Nummer zwei gesetzte Canas heuer vor allem mit zwei Siegen über Roger Federer. Der Argentinier besiegte den Schweizer bei den Masters Series-Turnieren von Miami und Indian Wells. Gegen den Deutsch-Wagramer hat Canas eine saubere Weste: Er musste in den beiden bisherigen Duellen, die jeweils 2007 stattfanden, noch keinen Satz abgeben. Sowohl im Daviscup als auch in Rom behielt Canas die Oberhand. In letzter Zeit geriet der Argentinier allerdings etwas außer Tritt. Mit Ledovskikh gab es bisher noch keine Begegnung. Der russische Qualifikant schied bei seinen letzten drei Challenger-Antritten jeweils in der ersten Runde aus.
Knowle siegt über Marach
In der ersten Runde des Doppelbewerbs wurden die topgesetzten Julian Knowle und Simon Aspelin ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie besiegten die deutsch-österreichische Paarung Christopher Kas/Oliver Marach mit 6:0, 6:7 und 10:6. Auch Jürgen Melzer steht mit seinem argentinischen Partner Agustin Calleri in der zweiten Runde. Das Duo schlug die Tschechen Frantisek Cermak und Leos Friedl mit 6:3, 6:2.
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