Henin triumphiert in New York, Herren-Traumfinale

Ohne Satzverlust holte sich die 25-jährige Belgierin ihren siebten Grand Slam-Titel. Bei den Herren kämpfen Roger Federer und Novak Djokovic um die Siegesprämie.

Das Damen-Endspiel der US Open war eine ganz klare Angelegenheit für die Nummer eins Justine Henin. Die Belgierin setzte sich gegen die auf vier gesetzte Russin Svetlana Kuznetsova nach 82 Minuten 6:1, 6:3 durch, im Head to Head liegt sie somit bereits mit 15:2 in Führung. Der zweite US Open-Titel nach 2003 beschert der 25-Jährigen ein Preisgeld von 1,4 Millionen Dollar. Kuznetsova, die am Montag in der Weltrangliste auf Platz zwei vorrücken wird, darf sich mit der Hälfte von 700.000 Dollar trösten.

Starker Beginn
Kuznetsova fand wie im Halbfinale gegen Anna Chakvetadze erst im zweiten Satz ins Spiel. Henin zog nach etwa einer Viertelstunde auf 4:0 davon, ehe der Russin ihr erstes Game gelang. In Durchgang zwei brachte die Belgierin mit einem Break zum 3:1 – nach 40:0-Führung von Kuznetsova – die Vorentscheidung herbei. „Als ich heuer in New York ankam, war ich fest von mir überzeugt, dass ich wie 2003 nach den French Open auch die US Open gewinnen könnte. Ich hatte mich perfekt vorbereitet und wusste, dass vor allem Serena und Venus Williams sehr gefährlich sein würden. Venus war für mich der zweite große Favorit“, bilanzierte Henin.

Erstes Finale für Djokovic
In den Herren-Halbfinali setzten sich am Samstag die Favoriten durch. Die Nummer drei Novak Djokovic eliminierte den Spanier David Ferrer 6:4, 6:4, 6:3. Probleme hatte der 20-jährige Serbe nur zu Beginn, als Ferrer schnell 3:0 in Führung ging. Djokovic ist der erste Serbe in einem Grand Slam-Endspiel. „Ich hatte heute sehr nervös begonnen. Die Bedingungen waren extrem heiß und ich musste ein paar Tabletten schlucken. Die sind aber alle zugelassen“, versicherte Djokovic. Das Erfolgsrezept gegen seinen Final-Gegner Roger Federer, der Nikolaj Davydenko 7:5, 6:1, 7:5 bezwang, glaubt er zu wissen: „Wenn man gegen Roger gewinnen will, muss man topfit und selbstbewusst sein und fest an den Sieg glauben. Ich bin bereit." Im Head to head liegt Federer 4:1 in Führung, doch das letzte Match gewann Djokovic im Finale von Montreal 7:6 (2), 2:6, 7:6 (2).



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