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s Tennis Masters: Treu zeigt weiter auf
Turnusarzt Walter Treu sorgte bei seinen Gegnern für Kopfweh. Der Kärntner schaffte beim Grazer Challenger die Qualifikation - ebenso wie Armin Sandbichler.

Nicht weniger als 19 Österreicher waren ausgezogen, um über die Qualifikation einen der Plätze im Hauptfeld für das ATP-Challengerturnier in Rahmen des „s Tennis Masters“ in Graz-Reininghaus zu erobern. Mit Armin Sandbichler und Walter Treu nahmen zwei heimische Vertreter erfolgreich alle drei Qualifikationshürden, womit nun acht Österreicher im Hauptbewerb des mit 21.250 Euro plus Hospitality dotierten Turniers aufschlagen werden.
Marach fraglich
Hinter dem Antreten des als Nummer eins gesetzten Oliver Marach steht jedoch ein Fragezeichen. Der 27-jährige Grazer zog sich im Training eine Handgelenksverletzung in der rechten Schlaghand zu und befindet sich seit drei Tagen in ärztlicher Behandlung. „Ich versuche, die Verletzung mit schmerzstillenden Medikamenten und Umschlägen in den Griff zu bekommen. Die Entscheidung, ob ich in Graz spielen kann, fällt am Montag bei einer weiteren Untersuchung des Handgelenks“, sagte der Steirer.
Treu zwischen Arztkittel und Tennisdress
Für eine kleine Sensation in der Qualifikation sorgte Walter Treu: Der Mediziner, der derzeit im LKH Villach als Turnusarzt arbeitet, besiegte zunächst am Sonntagvormittag den Kroaten Sasa Tuksar (ATP-Rang 530) nach Kampf mit 7:5, 4:6, 6:1, ehe er in der Finalrunde am Nachmittag den topgesetzten Iren Conor Niland (ATP-Rang 330) mit 6:2, 6:2 vom Platz fegte. „Ich habe bei diesem Turnier im Doppel bereits einmal das Halbfinale erreicht, aber im Einzel ist die erfolgreiche Qualifikation der mit Abstand größte Erfolg in meiner Karriere“, freute sich Treu, der unmittelbar nach seinem Triumph nach Villach zurückkehren musste, weil er am Montag den Tennisdress wieder gegen den Arztkittel tauscht.
"Ich hätte am Montag nicht spielen können"
Deshalb fiel Treu auch ein Stein vom Herzen, als er von ATP-Supervisor Miro Bratoev erfuhr, dass sein Erstrundenmatch erst am Dienstag auf dem Programm steht. „Ich war noch gegen Niland am Platz, als der Spielplan für Montag gemacht wurde. Ich hätte am Montag gar nicht spielen können, da ich bis 16.00 Uhr im Krankenhaus in Villach arbeiten muss. Am Dienstag bin ich bis 12.30 Uhr im LKH eingeteilt, erst danach werde ich mich ins Auto setzen und zu meiner Auftaktpartie nach Graz-Reininghaus zurückkommen“, schmunzelte Treu, der in diesem Jahr vier ÖTV-Turniere bestritt und alle vier für sich entschied.
Vom Sparringpartner zum Hobby-Challengerspieler
In der Steiermark ist der Villacher, der in Graz sein Medizinstudium absolvierte und eine Saison lang für den im Süden der Landeshauptstadt beheimatet gewesenen Club „Copacabana“ in der Superliga zum Racket griff, kein Unbekannter. Vor zwei Jahren fungierte Treu beim „s Tennis Masters“ als Sparringpartner von Thomas Muster, der das Turnier 2005 auch prompt gewann. Welche Ambitionen hat der 31-Jährige noch für seine weitere Tennis-Laufbahn? „Ich habe riesigen Spaß daran, diesen Sport auszuüben. Ich habe heuer schon Leute wie den Italiener Giorgio Galimberti geschlagen und gegen den früheren Weltranglisten-Fünften Jiri Novak knapp in drei Sätzen verloren. Das zeigt mir, dass ich mit guten Leuten mitspielen kann. Ranglisten messe ich jedoch keine große Bedeutung bei“, meinte die aktuelle Nummer 18 im ÖTV-Ranking.
Hier der Link zu den Turnierergebnissen.
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