Bitteres 1:4: ÖTV-Damen gegen Israel chancenlos
Zwei Satzgewinne waren nicht genug: Melanie Klaffner holte in Linz bei 0:3 den Ehrenpunkt für Österreich. Israel gehört 2008 zu den besten Damen-Tennisnationen der Welt.

Österreich hat das Weltgruppen-Playoff gegen Israel verloren. Yvonne Meusburger war am Sonntag im Spiel gegen Shahar Peer im ersten Einzel chancenlos und ging mit 3:6, 1:6 unter. Damit lag Israel uneinholbar mit 3:0 voran hatte erstmals in der Geschichte einen Platz in der Weltgruppe I erobert.
Schwachpunkt Service
Meusburger, die auch am zweiten Tag für Österreichs erkrankte Nummer eins Sybille Bammer einspringen musste, wirkte von ihren Problemen im Bauchbereich beeinträchtigt, schien gehemmt und unsicher und beging zuviele unerzwungene Fehler. Die Vorarlbergerin konnte wie bereits am Samstag vor allem bei eigenem Service nur wenig Druck ausüben. "Meusi" machte im Verlauf der Partie gerade einmal 45 Prozent der Punkte nach dem ersten Aufschlag. Shahar Peer, Nummer 18 der Welt, nutzte diese Schwäche, erspielte sich elf Breakchancen und schaffte sieben Breaks. Nach nur 71 Minuten war das Match beendet und der Aufstieg Israels in die Weltgruppe I fixiert.
"Keine Ausrede"
Die unglückliche Vorbereitung mit Zahnoperation und wetterbedingt verspätetem Trainingsstart in Linz wollte Meusburger nicht als Ausrede gelten lassen: "Es war heute besser als gestern. Enttäuscht bin ich dennoch. Wäre ich fit gewesen, hätte ich Peer fordern können."
Klaffner holt Ehrenpunkt
Im Dead Rubber kam Melanie Klaffner zum Einsatz. Die 17-Jährige bestritt ihr zweites FedCup-Einzel gegen die gleichaltrige Julia Glushko, Nummer 13 der Jugend-Weltrangliste. Und die Oberösterreicherin holte mit einem 6:4, 6:3 den Ehrenpunkt für die Gastgeberinnen - trotz der großen Hitze, die ihr sehr zu schaffen machte. Es sollte der einzige Punkt für Österreich an diesem brütend heißen Sommer-Wochenende in Linz bleiben: Das abschließende Doppel verloren Paszek und Klaffner gegen Peer und Obziler mit 3:6, 1:6.
Tesar fair, Paszek kämpferisch
ÖTV-Kapitän Alfred Tesar gratulierte dem israelischen Team, vor allem deren Spitzenspielerin Shahar Peer: "Man muss ihr ein Kompliment machen. Sie hat zwei sehr, sehr gute Matches gemacht. Insgesamt hätten wir aber in stärkster Besetzung trotzdem gewinnen können. Diesem Team gehört ganz sicher die Zukunft." Tamira Paszek, die am ersten Tag mit der Niederlage gegen Peer einen kleinen Dämpfer hinnehmen musste, gab sich kämpferisch: "Heuer hat's nicht geklappt - aber dann probieren wir's nächstes Jahr."
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