Koubek gegen Söderling, Melzer mit Riesenchance, Peya glücklich
Die Rasensaison beginnt in Halle und London für die Österreicher mit unterschiedlich schweren, aber sehr interessanten Aufgaben.

Jamie Baker ist 20 Jahre alt, belegt ATP-Rang 252, hat im letzten halben Jahr die jungen Österreicher Christoph Steiner, Armin Sandbichler und Martin Fischer jeweils in drei Sätzen besiegt und steht mit einer Wildcard im Hauptfeld des Rasenturniers im Londoner Queen's Club. Über den jungen Briten als Erstrundengegner darf sich - angesichts der Dichte des Feldes, das von Rafael Nadal und Andy Roddick angeführt wird - Alex Peya freuen. Es ist die erste Begegnung der beiden, ihr Sieger bekommt es in Runde zwei mit dem Koreaner Hyung-Taik Lee oder dem Briten Alex Bogdanovic zu tun.
Schwere Brocken in Halle
Im westfälischen Halle findet in der kommenden Woche das andere große ATP-Tour-Rasenturnier statt. Im Hauptfeld ist Österreich zweimal vertreten, durch Stefan Koubek und Jürgen Melzer. Ob die beiden auch in Runde zwei noch mit von der Partie sind, scheint zumindest auf den ersten Blick fraglich: Koubek muss sich gegen den Schweden Robin Söderling behaupten, Jürgen Melzer gegen den auf zwei gesetzten russischen Paris-Semifinalisten Nikolay Davydenko.
Halle-Spezialist erwartet Koubek
Robin Söderling ist Allrounder, seine besten Ergebnisse auf Rasen hat er ausgerechnet in Westfalen erzielt. 2005 forderte er Roger Federer bei 7:6, 6:7, 4:6 voll, 2006 erreichte der Schwede das Viertelfinale. Die bislang einzige Auseinandersetzung von Koubek und Söderling fand 2004 in St. Pölten statt, also auf Sand. Damals siegte in einem von beiden Seiten wenig eindrucksvollen Match der Kärntner.
Davydenko noch auf Sand eingestellt?
Ebenfalls erst auf Sand hat Jürgen Melzer die Bekanntschaft mit seinem ersten Gegner in Halle gemacht, beide Male unterlag der Niederösterreicher in drei Sätzen, 2005 in St. Pölten und Monte Carlo. Auf Sand fühlt sich der Russe auch bedeutend wohler als auf Rasen. Auf dem schnellsten aller Beläge hat Davydenko eine ernüchternde 1:11-Karrierebilanz, lediglich gegen den Australier Scott Draper gelang Davydenko 2005 ein Sieg auf Rasen. Ebenfalls für Melzer spricht, dass sich der Neo-Schützling des ÖTV-Daviscup-Captains Gilbert Schaller deutlich länger als Davydenko auf Rasen vorbereiten konnte; dieser war ja noch am Freitag in Roland Garros gegen Roger Federer im Einsatz.
Die aktuellen tennisfabrik.at-Raster aus London:
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