Paris: Henin eine Nummer zu groß für Bammer, auch Julian Knowle scheitert
Schwarzer Sonntag in der französischen Hauptstadt: Henin nimmt nach Tamira Paszek auch Sybille Bammer aus dem Bewerb. Julian Knowle scheitert im Doppel.

Sybille Bammers Traum vom ersten Viertelfinale bei einem Grand Slam-Turnier ist beendet. Die 27-Jährige verlor bei ihrem Achtelfinal-Debüt in Roland Garros erwartungsgemäß gegen Titelverteidigerin Justine Henin in zwei Sätzen. Durch diese Niederlage ist der ÖTV in den Einzelbewerben nicht mehr vertreten.
Hohe Fehlerquote
Das Spiel begann für Österreichs Nummer eins denkbar schlecht. Bammer kassierte gleich zu Beginn ein Break und ließ danach die Chance auf das Rebreak aus. Die Entscheidung fiel, als Bammer den Aufschlag zum 1:4 abgeben musste. Danach ließ sich Henin den Satz nicht mehr nehmen – 6:2 nach 36 Minuten für die Weltranglistenerste. Beide Spielerinnen boten nicht ihr bestes Tennis: Henin beging 22 unerzwungene Fehler, fünf mehr als Bammer.
Kampfgeist nicht belohnt
Auch der Start in den zweiten Durchgang ging schief. Die Oberösterreicherin lag schnell mit 1:4 zurück, kämpfte sich wieder heran und holte drei Spiele in Folge. Dabei wehrte sie drei Spielbälle der Belgierin ab und nutzte ihre erste Chance zum Ausgleich. Die Aufholjagd blieb allerdings unbelohnt: Henin schaffte das Rebreak, servierte nach 83 Minuten zum 6:2, 6:4-Erfolg aus und wahrte die Chance auf ihren dritten Triumph in Serie bei den French Open.
Erfolgreiche Turnierwoche
Trotz des Scheiterns kann die Ottensheimerin mit ihrem Abschneiden in Roland Garros zufrieden sein. Sie überstand in der französischen Hauptstadt erstmals Runde eins, erreichte ihr erstes Achtelfinale bei einem Grand Slam-Turnier und holte 140 Punkte für ihr Ranking. Dadurch wird sie die 1000-Punkte-Marke knacken und sich in der Weltrangliste erstmals unter die Top 20 schieben.
Knowle out, Marach als Außenseiter
Nach Sybille Bammer hat es am Sonntag an der Seine auch Österreichs besten Doppelspieler erwischt. Julian Knowle verlor mit dem Schweden Simon Aspelin gegen die an neun gesetzten Tschechen Lukas Dlouhy und Pavel Vizner mit 2:6, 4:6. Das Duo erspielte sich im Verlauf der Partie drei Breakchancen, konnte jedoch nur eine nutzen. Die Tschechen hingegen nahmen Knowle/Aspelin viermal den Aufschlag ab und fixierten nach 84 Minuten den Aufstieg ins Viertelfinale. Somit ruhen die ÖTV-Hoffnungen im Doppel auf Oliver Marach. Der Steirer hat mit dem Polen Lukasz Kubot eine schwere Aufgabe vor sich: Es geht gegen die Zwillingsbrüder Bob und Mike Bryan, die derzeit das stärkste Doppel der Welt bilden.
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