Eintrag 399: Freitag, 25. Mai, Paris

Pörtschach ist Vergangenheit, Paris ist die Zukunft. Ich freu mich auf die nächste Chance!

Der Abflug aus Wien hat sich um eine Stunde verzögert, da war irgendwas mit dem Flugzeug. Es ist sich trotzdem gerade noch die erste Trainingseinheit hier in Paris ausgegangen, eine Stunde schlagen mit Alex Peya, nachher ausradeln und massieren. Akklimatisiert bin ich also. Wir haben dabei Glück gehabt, seit dem Ende unseres Trainings regnet es in Paris richtig stark.

Auch für morgen ist schlechtes Wetter angesagt - sogar so schlechtes Wetter, dass sie heute die ganze Quali durchbringen wollten. Das ist ihnen aber nicht gelungen, zwei oder drei Matches fehlen noch. Wenn sie diese Matches morgen durchbringen, dann kenne ich bald meinen Gegner; es ist wieder ein Qualifikant, wie in Pörtschach. Spielen werde ich am Sonntag oder Montag.

Ein Qualifikant ist nie ein Traumlos, weil der schon ein paar Partien gewonnen hat, die Verhältnisse kennt, im Turnier ist. Aber bei einem Grand Slam ist ein Qualifikant schon eine Chance: Du kannst einen erwarten, der sich zwar auf dem Belag wohl fühlt, aber nicht Top 100 steht. Einige ziemlich gefährliche Leute haben sich hier schon qualifiziert, der Brasilianer Daniel oder der junge Kroate Cilic zum Beispiel. Zu unterschätzen ist niemand, unschlagbar aber auch keiner.

Mit ein paar Tagen Abstand noch ein paar Worte zu Pörtschach: Starace hat an diesem Tag gegen mich gut gespielt - besser als ich war er vor allem deswegen, weil er Selbstvertrauen hat und zuletzt viele Matches gespielt hat. Chancen waren für mich genug da. Er hat zwar bei vielen Breakbällen, aber nicht bei allen unglaublich gespielt. Nur hab ich meine Chancen eben nicht genützt und deswegen auch zurecht verloren.

Nach der Partie war ich ziemlich down. Ich wollte niemanden sehen, mit niemandem reden, hab mich also einfach auf mein neues Mountainbike gesetzt und bin losgeradelt. Irgendwann war ich dann über irgendwelche verschlungenen Umwege in Klagenfurt, zurück in Pörtschach war ich nach drei Stunden. Ich hab zwar am nächsten Tag alles andere als spritzige Beine gehabt, aber für den Kopf war meine kleine Tour de Kärnten gut ...

CU auf tennisfabrik.at!

Euer Stefan Koubek


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