Paris: Machbare Aufgaben für Österreicher – "Mimi" gegen Henin?
Sieben ÖTV-Vertreter stehen im Hauptbewerb der French Open.

Am Freitag fand in Paris die Auslosung für das Highlight der Sandplatzsaison, die French Open, statt. Beim zweiten Grand Slam-Turnier der Saison bekamen die österreichischen Teilnehmer durchaus machbare Aufgaben zugelost.
Premiere für "Meusi"
Bei den Damen bekommt es Österreichs Nummer eins Sybille Bammer zum Auftakt mit der Italienerin Roberta Vinci zu tun. Die Nummer 54 der Welt hat heuer in Bogota ihren ersten Turniersieg gefeiert und schlug dort im Finale die italienische Nummer eins Tathiana Garbin. In Indian Wells unterlag sie allerdings Yvonne Meusburger. Die Vorarlbergerin, die in Frankreich zum ersten Mal direkt im Hauptbewerb eines Grand Slams steht, trifft in Runde eins auf eine gesetzte Spielerin. Sie misst sich mit Francesca Schiavone, Nummer 23 des Turniers. Die Italienerin befindet sich derzeit nicht in Bestform: Sie ist seit drei Partien ohne Erfolg, in Berlin und Rom scheiterte sie jeweils zum Auftakt.
Paszek erneut gegen Henin?
Tamira Paszek startet in Paris gegen Aiko Nakamura. Es ist die erste Begegnung der beiden auf der Tour. Sollte die Vorarlbergerin diese Hürde gegen die Nummer 79 der Welt nehmen, käme es in Runde zwei wohl zum Duell mit Justine Henin, die sich in den vergangenen beiden Jahren den Titel in Paris sicherte. Gegen die Belgierin hatte Paszek im Februar eine echte Talentprobe abgeliefert. In Dubai verlor sie nur knapp in drei Sätzen und trieb die Weltranglistenerste dabei knapp an den Rand einer Niederlage.
Qualifikant für Koubek
Bei den Herren stehen in Roland Garros vier ÖTV-Spieler im Hauptbewerb. Jürgen Melzer ist auf 27 gesetzt und trifft auf Jose Acasuso. Der Argentinier gewann die bisher einzige Begegnung auf der Tour, allerdings fand diese 2005 in Miami auf Hardcourt statt. Im Daviscup besiegte er Österreichs Nummer zwei Stefan Koubek in drei Sätzen. Bei einem Sieg könnte es in Runde zwei erneut zu einem Duell mit Juan Monaco kommen, gegen den der Niederösterreicher in der ersten Runde von Pörtschach verloren hatte. Möglicher Drittrundengegner: der Weltranglistenfünfte Fernando Gonzalez. Stefan Koubek hatte in Paris Losglück: Dem Kärntner wurde ein Qualifikant zugelost. Sollte Koubek sein Auftaktmatch überstehen, käme es vermutlich zum Duell mit Sandplatzspezialist Juan Carlos Ferrero. Der French Open- Gewinner von 2003 ist in Roland Garros an 17 gesetzt und trifft auf den US-Amerikaner Amer Delic.
Chancen auf ersten Erfolg in Paris
Werner Eschauer spielt bei seinem zweiten Antritt nach 2000 in Roland Garros auf den Franzosen Alexandre Sidorenko, der dank einer Wildcard im 128er-Raster steht. Der Franzose war im Jänner 2006 Nummer drei der Welt bei den Junioren. Alex Peya, der ebenfalls zum zweiten Mal im Hauptbewerb steht, hat zum Auftakt Nicolas Lapentti gezogen. Der Ecuadorianer spielte 2007 bisher nur drei Turniere, seine Bilanz: zwei Siege, zwei Niederlagen. Sollte der Baron diese Hürde nehmen, wäre der nächste Gegner entweder Mikhail Youzhny, die Nummer 13 des Turniers, oder der Tscheche Jan Hernych. In der dritten Runde könnte es theorethisch zu einem Österreicher-Duell zwischen Stefan Koubek und Alex Peya kommen.
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