Pörtschach: Monaco wirft Davydenko raus
Der Gaucho steht hiermit in der Vorschlussrunde. Neben Davydenko ist auch Andy Roddick draußen.

Das Hypo Group Tennis International 07 presented by bet-at-home.com ist seine Nummer eins los: Titelverteidiger Nikolay Davydenko musste sich in Pörtschach am Donnerstag Juan Monaco geschlagen geben. Der künftige Austro-Russe, er hat um die österreichische Staatsbürgerschaft angesucht, unterlag dem Argentinier nach 160-minütigem Kampf mit 2:6, 7:6 (5), 4:6. Dabei hätte das Match schon viel früher zu Ende sein können, hatte Monaco doch etwa im Tiebreak mit 5:3 geführt. "Der zweite Satz hat mich aber viel Kraft gekostet", meinte Davydenko. "Die hat mir dann im dritten Satz in den entscheidenden Phasen gefehlt." Zu 100 Prozent österreicherfrei ist das Turnier damit aber nicht, Julian Knowle vertritt rot-weiß-rot noch im Doppel mit dem Schweden Simon Aspelin. Das Halbfinale gegen Jordan Kerr (AUS) und Martin Garcia (ARG) musste bei 6:4, 2:4 wegen Dunkelheit abgebrochen werden.
"Davydenko schaut müder aus als ich"
Davydenko verabsäumte es nach seiner Niederlage nicht, Monacos Leistung in höchsten Tönen zu loben. Dieser bestätigte: "Mich hat es enttäuscht, dass ich den zweiten Satz noch verloren habe, sonst war es ein sehr starkes Spiel von mir." Wie er den Satzverlust weggesteckt hat? "Ich hab mir zu Beginn des dritten zwei Sachen gesagt. Erstens: Davydenko schaut müder aus als ich. Zweitens: Ich kann dieses Match gewinnen." Mit letzterem sollte der 23-Jährige Recht behalten. Nun freut sich die Nummer 47 der Welt auf das Semifinale gegen Luis Horna, den er heuer in Buenos Aires auf dem Weg zu seinem ersten ATP-Titel besiegt hat. Aber: "Wir haben den selben Coach, kennen uns in- und auswendig. Matches gegen ihn sind immer schwer."
Kann Hewitt Showman Monfils stoppen?
Wie Monaco hätte sich auch Horna einen dritten Satz ersparen können. Der Peruaner lag gegen Albert Montanes (ESP) 7:6 (4), 5:3 voraus, um nach im Tiebreak mit 2:7 verlorenem Satz im dritten Durchgang klar mit 6:1 die Oberhand zu behalten. Weitaus weniger Mühe hatte Lleyton Hewitt: Der ehemalige Weltranglisten-Erste ließ Diego Hartfield nicht den Funken einer Chance und fertigte den Argentinier in 73 Minuten mit 6:2, 6:2 ab. Zum Duell des Australiers mit US-Star Andy Roddick kommt es aber nicht. Denn der Franzose Gael Monfils lieferte die zweite Überraschung des Tages: Der dunkelhäutige Publikumsliebling eliminierte Roddick mit 7:5, 6:3, obwohl "A-Rod" sogar auf den ersten Satz serviert hatte. Während Monfils den Sieg eher relativierte ("Andy mag Sand nicht sehr, ich wusste wie ich gegen ihn spielen muss"), zollte Hewitt Respekt: "Gael ist ein starker Spieler, bewegt sich gut, hat einen guten Aufschlag. Ich rechne mit einer harten Partie."
Den Spielplan für Freitag finden Sie hier.
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