Sieben Matchbälle abgewehrt: Falenti nimmt "MHM" raus

... und scheitert im Viertelfinale an Stefan Hirn und einer Wadenzerrung. Thomas Schiessling blieb in Wien am Mittwoch diesmal ohne Satzverlust.

Überraschungen und spannende Matches hat der vorletzte Hauptbewerbstag der 2. Colony Club Competition gebracht. Von beidem ausgenommen hat sich Thomas Schiessling, der in der Bundeshauptstadt das Comeback nach seiner zehnten Knieoperation feiert. Der Tiroler steht nach Siegen über Max Krammer (6:1, 6:3) und Markus Krenn (6:2, 6:4) im Halbfinale und zeigte dabei wieder eindrucksvoll seine bekannten Qualitäten. Zu kämpfen hatte der topgesetzte 32-Jährige am Mittwoch nur gegen Krenn, nach 0:3 im zweiten Satz spielte "Hackertom" aber erneut groß auf.

Das Glück ...
Der vorauszusehende Schlager des Spieltages fand im Viertelfinale statt. Altmeister Rainer Falenti beendete nach heiß umkämpfter Partie die elf Matches währende Siegesserie von Nummer zwei Mario Haider-Maurer mit einem 0:6, 6:1, 7:6 (5)-Erfolg. Die ehemalige Nummer 193 der Welt wehrte beim Stand von 5:4 gleich sieben Matchbälle ab, davon drei mit Aufschlägen an die Linie, einen mit einer Vorhand auf die Linie, und einmal verfehlte ein Ball Haider-Maurers nur um Millimeter sein Ziel. Auch ein 5:3 im Tiebreak reichte "MHM" nicht, Falenti sicherte sich die nächsten vier Punkte.

... ist ein Vogerl
Lange hatte Falenti nicht Grund zur Freude, eine Runde später kam für ihn das Aus. Trotz 6:3, 5:3-Führung konnte er das erste Semifinale von Stefan Hirn seit August nicht verhindern. "Der Bann ist gebrochen", freute sich "Brain". Mitverantwortlich dafür war eine Wadenzerrung, die sich Falenti allerdings schon im ersten Satz zugezogen hatte. "Wir haben bisher acht oder neun Mal gegeneinander gespielt, ich hab immer gewonnen - er liegt mir eigentlich. Aber am nächsten Tag hätte ich sowieso nicht spielen können", versuchte es Falenti locker zu nehmen.

Kloimüllner fast fehlerfrei
So bekommen die Zuseher doch zwei Halbfinali zu sehen. Eines bestreiten Thomas Schiessling und Christian Kloimüllner, der mit klaren Siegen über Philipp Puck (6:2, 6:1) und Patrick Telawetz (6:0, 6:1) sowie unglaublich niedriger Eigenfehlerquote überraschte. Im zweiten sind Stefan Hirn und Martin Schneiderbauer zu sehen - eine Partie, auf die sich Ersterer freut: "Ich glaub ich hab eine 5:1-Bilanz gegen ihn."

"Schneizi" zaubert im richtigen Moment
Auch von der körperlichen Seite sollte Hirn Vorteile haben, stand Schneiderbauer doch im Viertelfinale gegen Kristopher Sotiriu mehr als drei Stunden am Platz: 7:6, 4:6, 7:6 (6). Highlight des starken Linkshänder-Duells: Ein aus größter Bedrängnis geschlagener Vorhand-Cross-Passierball Schneiderbauers bei 6:6 im Tiebreak, mit dem er Zuseher, Sotiriu und sich selbst überraschte.

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