1. Tennis Open: "MHM" mit Krampf zum Titel

Willkommenes Geburtstagsgeschenk für den Waldviertler, er wurde am Dienstag 23. Aber nicht nur Martin Schneiderbauer als Finalgegner machte ihm in Wilhelmsburg das Leben schwer.

Im zweiten Finale hat's geklappt: Mario Haider-Maurer hat am Freitag Nachmittag beim 1. Tennis Open seinen ersten Saisontitel geholt. Der topgesetzte Niederösterreicher blieb im Verlauf des ÖTV-Turniers der Kategorie V ohne Satzverlust, einem 6:0, 6:2 über Philipp Jelinek ließ er einen umkämpften 7:5, 6:3-Finalsieg über Martin Schneiderbauer folgen. Der Oberösterreicher hatte zuvor mit einem 4:6, 6:1, 6:0 über Lukas Jastraunig den Bezwinger von Lokalmatador Stefan Hirn besiegt.

"MHM" in ungewohnter Rolle
Die rund 50 Zuseher auf der Anlage des TC Laufen Wilhelmsburg sahen ein würdiges Finale. Schneiderbauer bediente sich nach verkrampftem Start beider Protagonisten wie erwartet seiner Defensivkünste und ließ Haider-Maurer, selbst eher ein Vertreter des Kontertennis, das Spiel machen. Anfangs hatte "Schneizi" mit dieser Taktik Erfolg: Er ging im ersten Satz 5:3 in Front und fand bei 5:4 einen Satzball vor, der aber unverwertet blieb. Haider-Maurer glich mit Mühe auf 5:5 aus.

Action und Dramatik pur
Die Vorentscheidung fiel im turbulenten elften Game. Haider-Maurer erkämpfte sich einen Breakball, den er leichtfertig vergab, worauf ein "Des gibt's ja net" Richtung Himmel schallte. Ähnlich empfand kurz darauf Schneiderbauer: Mit den Worten "Du hast den Ball ja nicht mal genau angeschaut" kritisierte er lautstark eine zu seinen Ungunsten gefällte Entscheidung von Oberschiedsrichter Ewald Spatt. Spielbälle aufs 6:5 ließ "Schneizi" ebenso aus, wie im nächsten Game zwei Chancen zum Rebreak. Nach sensationeller Rallie kam "MHM" zum ersten Satzball, den er mit einem Vorhand Cross-Winner verwertete.

Ein Sieger am Ende der Kräfte
Den zweiten Satz begann Schneiderbauer überraschend offensiv - zu offensiv. "Das war nicht gescheit von ihm. Er hätte weiter die langen Rallies gehen müssen", meinte Haider-Maurer, was Schneiderbauer selbst im Nachhinein auch so sah. Denn bei Haider-Maurer setzten nach raschem 4:0 Krämpfe im rechten Bein ein. An ein normales Service war nicht zu denken, Schneiderbauer kam auch prompt heran. Mit Breaks zum 5:2 und 6:3 rettete sich "MHM" aber über die heikle Phase. Nach exakt 90 Minuten Spielzeit nützte er gleich den ersten Matchball - "Gott sei Dank, ich hätte keine drei Games mehr spielen können."

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