Argentinien vor Daviscup-Aus: Schweden führt mit 2:0

Neben den Skandinaviern steht auch Deutschland vor dem Einzug ins Halbfinale. In Moskau ist bei Russland gegen Frankreich noch alles offen.

Ist in Göteborg schon alles gelaufen? Vorjahresfinalist Argentinien liegt nach Tag eins des Daviscup-Viertelfinales auf Teppich gegen die entfesselt aufspielenden Schweden mit 0:2 zurück. Routinier Thomas Johansson sorgte für den perfekten Start aus Sicht der Lokalmatadore: Der 32-Jährige rang Argentiniens Einser David Nalbandian nach 3:43-stündigem Kampf mit 6:7 (3), 7:6 (2), 6:2, 7:6 (0) nieder, zur Freude der meisten der 4.000 euphorischen Zuseher. "Das war wahrscheinlich das beste Daviscup-Match, das ich je gespielt habe", zeigte sich Johansson nach seinem ersten Einsatz auf heimischem Boden seit 2001 von sich selbst begeistert.

Kann Canas noch helfen?
Mit dem 1:0 im Rücken spielte Robin Söderling gegen Jungstar Juan-Martin del Potro ebenfalls groß auf und führte mit einem 7:6 (4), 7:6 (4), 6:4 die mögliche Vorentscheidung herbei. Nach dem samstägigen Doppel zwischen Jonas Björkman/Robert Lindstedt und David Nalbandian/Sebastian Prieto könnte die Aufstiegsfrage schon geklärt sein. Die Südamerikaner, in Runde eins Sieger über Österreich, müssen in jedem Fall die restlichen drei Matches gewinnen, um Schweden doch noch siegreich zu verlassen. Ein Ass im Ärmel hat die Truppe von Ex-Top-Tenner Alberto Mancini noch: Am Sonntag wäre mit einem Auftritt des zuletzt zweifachen Federer-Bezwingers Guillermo Canas zu rechnen.

Haas schlägt verletzten Vliegen
Wie in Göteborg herrschen auch in Ostende nach dem ersten Spieltag klare Verhältnisse: Deutschland hat mit einem 2:0 in Belgien beste Chancen auf die erste Semifinalteilnahme im Länderkampf seit 1995. Tommy Haas bekam in der Auftaktpartie erst durch eine Verletzung von Kristof Vliegen Oberwasser: Bei 5:5 im zweiten Satz veriss sich der Belgier bei einem Smash den Rücken und kam auf dem roten Sand zu liegen. Danach konnte der 24-Jährige nicht mehr an die bis dahin gezeigte Leistung anschließen, Haas kam zu einem ungefährdeten 6:7 (4), 7:5, 6:4, 6:2-Erfolg. Zu einem erstaunlich lockeren 6:3, 7:5, 7:6 (4) über Olivier Rochus brauste im Anschluss Philipp Kohlschreiber - und das bei seinem Daviscup-Debüt.

Youzhny hält Russland im Rennen
Mit einer Überraschung hat der Vergleich zwischen Russland und Frankreich begonnen: Nikolay Davydenko musste sich in Moskau auf Sand nach nur anfangs gewohnt starker Vorstellung Paul-Henri Mathieu mit 6:2, 2:6, 1:6, 5:7 geschlagen geben. Dass die Russen die Titelverteidigung nicht schon so gut wie abschreiben müssen, ist Mikhail Youzhny zu verdanken. Der 25-Jährige bezwang Richard Gasquet nach unglaublicher Schlacht mit 6:2, 6:3, 6:7 (8), 5:7, 8:6. Youzhny erkämpfte sich trotz Krämpfen und eines Sturzes bereits im dritten Satz nach 2:18 Stunden zwei Matchbälle, vergab diese aber - um zweieinhalb Stunden später (!) doch als Sieger vom Platz zu gehen. Ein Halbfinal-Duell mit Deutschland oder Belgien erscheint somit weiter realistisch.

USA gegen Spanien voran
Vor über 14.000 Fans im seit Wochen ausverkauften Stadion in Winston-Salem in North Carolina scheint der Viertelfinal-Schlager zwischen den USA und Spanien bereits nach dem ersten Tag entschieden. Ein wiedererstarkter James Blake brachte die gastgebenden US-Amerikaner mit einem 6:4, 6:3, 6:4 über den Spanier Tommy Robredo mit 1:0 in Front. Andy Roddick bezwang anschließend Fernando Verdasco nach 2:5-Rückstand im ersten Satz mit 7:5, 6:1, 6:4.


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