Houston: Melzer auf der Suche nach Matchpraxis
Österreichs Bester unternimmt den Versuch, sich in eine mit Namen wie Björn Borg, Ivan Lendl, Boris Becker, Michael Chang, Andre Agassi und James Blake gespickte Siegerliste einzutragen.

Seit seinem Finaleinzug in Las Vegas vor einem Monat hat Jürgen Melzer nur zwei Einzelpartien bestritten. Diese fallen nicht unter die Kategorie "ruhmreiche Auftritte": 4:6, 4:6 gegen Julien Benneteau in Indian Wells, 0:6, 5:7 gegen Paul-Henri Mathieu in Miami. Gehandicapt war Österreichs Nummer eins dabei allerdings durch Schmerzen im Handgelenk, die zuletzt wieder etwas nachließen. Diese Woche geht Melzer nun bei einem Einladungsturnier an den Start, dem mit 300.000 Dollar Preisgeld dotierten River Oaks International Tennis Tournament. Beim seit 1931 ausgetragenen Traditionsevent in Houston will sich der Niederösterreicher den richtigen Touch für bevorstehende Aufgaben holen - wie die nächstwöchige Verteidigung seines Vorjahresfinales beim Houstoner ATP-Turnier.
Keine Neuauflage gegen Koubek
Zumindest vorerst wird Melzers Wunsch nach Matchpraxis nicht erfüllt. Der Deutsch-Wagramer ist hinter dem Russen Dmitry Tursunov auf zwei gesetzt und erhält daher in Runde eins ein Freilos. Im Achtelfinale trifft Melzer auf Rainer Schüttler. Gegen den Deutschen liegt er im Head-to-head mit 0:2 zurück, die Vergleiche datieren aber aus den Jahren 2003 und 2004. Melzers Erinnerungen an das Turnier in Texas sind bescheidener und gemischter Natur: Bei seinem ersten Antreten im Vorjahr gewann der 25-Jährige das Österreicher-Duell mit Stefan Koubek, schied danach aber gegen den Spanier Fernando Vicente aus. Koubek ist heuer nicht am Start, der 30-Jährige trainiert derzeit in der Heimat.
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