Indian Wells: Tapfere Bammer scheitert an Kuznetsova

Für "Mama Bammer" ist der Einzug ins Halbfinale trotzdem der bisher größte Karriere-Erfolg. Auch Knowle/Melzer sind ausgeschieden.

Sybille Bammers unglaublicher Erfolgslauf beim mit 2,1 Millionen Dollar dotierten Tier I-Turnier von Indian Wells ist beendet. Österreichs Nummer eins verkaufte sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in einer wahren Hitzeschlacht auch gegen Svetlana Kuznetsova bestens. Nach 2:40h Spielzeit musste sie sich der aktuellen Nummer vier der Welt aber mit 7:6 (5), 4:6, 1:6 geschlagen geben. Das erste Duell mit der US Open-Siegerin von 2004 hatte vergangenes Jahr in Berlin stattgefunden, damals gewann Kuznetsova mit 6:2, 6:4. Die Russin trifft nun im Finale auf die Slowakin Daniela Hantuchova. Dank der vier vorangegangenen Siege in Kalifornien sollte sich Bammer am Montag erstmals unter den besten 30 Spielerinnen der Welt befinden.

Ein Breakball bringt die Wende
Bammer ließ auch gegen Kuznetsova kaum Schwächen erkennen, schlug etliche Winner von beiden Seiten, kombiniert mit einer niedrigen Fehlerquote. Die Oberösterreicherin holte sich bei 2:2 verdient das erste Break. Eine 4:2- und 30:0-Führung hielt jedoch nicht lange, Kuznetsova stellte kurz darauf auf 5:4. Bei 5:5 nahm Bammer der Russin erneut den Aufschlag ab, ließ aber danach vier Chancen auf den Satzgewinn aus. Im Tiebreak legte der Schützling von Jürgen Waber wieder einen Zahn zu und ging rasch mit 6:2 in Front. Bei Satzball Nummer acht klappte es dann. Bammer hielt danach weiter hervorragend mit, den einzigen Breakball im zweiten Durchgang verwertete allerdings Kuznetsova beim Stand von 2:2 mit einem Winner. In der Entscheidung war die 21-jährige St. Petersburgerin dann mit drei Breaks klar überlegen.

Keine Wiederholung für Knowle/Melzer
Wie für Sybille Bammer, wurde es auch für Julian Knowle und Jürgen Melzer nichts mit der ersten Finalteilnahme bei einem Masters Series-Event. Die beiden zog in der Vorschlussrunde gegen das israelische Spitzendoppel Jonathan Erlich und Andy Ram mit 2:6, 5:7 den Kürzeren. Knowle/Melzer kamen in beiden Sätzen zu je zwei Breakbällen, konnten jedoch keine der insgesamt vier Chancen verwerten. Im ersten Durchgang standen der Vorarlberger und der Niederösterreicher auf verlorenem Posten, Satz Nummer zwei verlief eng. Knowle/Melzer bewiesen zunächst Nervenstärke: Das ÖTV-Doppel holte mit einem Ass den Game-Entscheidungspunkt zum 5:5 und weckte damit Erinnerungen an die Runde davor, als die beiden die Franzosen Benneteau/Gasquet nach Abwehr von fünf Matchbällen ausschalteten. Das Happy End blieb diesmal aber aus, Erlich/Ram gelang nach 76 Minuten bei 6:5 aus ihrer Sicht das entscheidende Break.

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