Bammer schlägt auch Ivanovic: Viertelfinale in Indian Wells!
Rot-weiß-rot bleibt in Kalifornien im Einzel weiter vertreten.

Sybille Bammers Erfolgslauf beim 2,1 Millionen Dollar-Turnier von Indian Wells hat auch am Dienstag Abend nach Ortszeit kein Ende genommen. Österreichs Nummer eins schaffte in den Vereinigten Staaten sensationell den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale eines Tier I-Events. Bammer gewann das erste Duell mit der auf zehn gereihten Ana Ivanovic in drei Sätzen. Nach hartem, fast 130-minütigen Kampf verwertete sie ihren zweiten Matchball zum 6:7 (6), 6:0, 6:3-Erfolg über die aktuelle Nummer 14 der Welt. Es ist Bammers erster Sieg über eine Spielerin aus den Top 20.
Aufgespielt statt eingebrochen
Den deutlich besseren Start in die Partie erwischte Ivanovic, die Serbin lag nach rund acht Minuten 3:0 vorn. "Der Beginn war eine Katastrophe, ich hatte große Probleme mit der tief stehenden Sonne", erklärte Bammer. Sie kämpfte sich jedoch heran, schaffte den Ausgleich. Bei 6:5 schlug die 26-Jährige sogar auf den Satzgewinn auf, auch ein 3:1 und 5:4 im Tiebreak blieb ungenützt. Der mentale Einbruch nach verlorenem ersten Durchgang kam aber nicht - im Gegenteil: Bammer holte die nächsten sieben, großteils engen Games. "Ich hab viel Druck auf sie ausgeübt und ein paar wirklich besonders schöne Punkte am Netz gemacht." Die Entscheidung fiel im achten Game des dritten Sets, als der Oberösterreicherin das Break zum 5:3 gelang, anschließend servierte sie souverän aus.
Nervenstärke bewiesen
Zu beeindrucken wusste Bammer nicht nur mit ihrem variablen Spiel, sondern auch durch ihre exzellente Chancenauswertung. "Bille" nützte sechs ihrer sieben Breakbälle und machte zugleich neun von elf Möglichkeiten ihrer Gegnerin zunichte. Nicht von Nachteil wäre eine solche Statistik auch im nächsten Match gegen die auf 13 gesetzte Tatiana Golovin, die von einer Verletzung der Russin Nadia Petrova profitierte. Gute Erinnerungen hat Bammer an das französische Tennis-Pin-Up nicht: Golovin feierte beim ersten Aufeinandertreffen der beiden im Vorjahr an der Gold Coast einen klaren 6:1, 6:3-Sieg.
Die Top 30 im Visier
Bammer kann unbelastet an die nächste Aufgabe herantreten: Selbst wenn der Ausgleich im Head-to-head nicht gelingt, sollte sie am Montag erstmals unter den besten 40 Spielerinnen der Welt gereiht sein. Ihre bisher beste Platzierung, Rang 42, sollte damit Vergangenheit sein. Bei einem Erfolg über Golovin könnten sich sogar die Top 30 ausgehen. Bammer: "Ich freue mich schon auf die nächste Runde."
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