Indian Wells: Koubek gegen den "Surfer", Melzer gesetzt
17 Monate der Sieglosigkeit. Besserung in Übersee?

Seit Jürgen Melzers Einzug in Runde zwei von Madrid 2005 warten Österreichs Tennis-Asse auf einen Erfolg im Hauptbewerb eines Masters Series-Turniers. Diese Negativserie soll beim mit 2.919.600 Dollar dotierten Event von Indian Wells beendet werden. Die Vorzeichen dazu stehen nicht allzu schlecht: Während Stefan Koubek zum Auftakt gegen Routinier Vincent Spadea spielt, ist Melzer in Kalifornien wie schon vor zwei Jahren gesetzt und hat ein Freilos. Der Niederösterreicher kann daher frühestens in Runde drei auf einen gesetzten Spieler treffen.
Späte Revanche?
Erst einmal haben sich die Wege Koubeks mit jenen des eineinhalb Jahre älteren Spadea gekreuzt. 2003 standen sich die beiden in Moskau im Viertelfinale gegenüber, Koubek unterlag nach klarer Führung in drei Sätzen. Nicht nur deshalb sollte Spadea im Gedächtnis der heimischen Tennisfans verankert sein, sondern auch durch sein eigenwilliges, an einen Surfer erinnerndes Outfit in Pörtschach 2006. Die letzten Ergebnisse lassen ein enges Match erwarten. Der US-Amerikaner schlug heuer schon Australian Open-Semifinalist Tommy Haas, zog zuletzt in Las Vegas aber nach seinem ersten Gruppenspiel (3:6, 3:6 gegen den späteren Sieger Lleyton Hewitt) mit einer Knöchelverletzung zurück. Koubek war es in der US-Glücksspielstadt nach zuvor starken Auftritten nicht besser ergangen, der 30-jährige Kärntner verlor in der Eiseskälte von Nevada seine beiden Matches.
Setzt sich Melzers Form-Hoch fort?
Xavier Malisse würde auf Koubek im Falle eines Auftaktsieges warten. Gegen den Belgier hat Österreichs Nummer zwei eine ernüchternde 1:6-Bilanz, zuletzt setzte es im Jänner eine Finalniederlage in Chennai. Noch härter ist die mögliche Aufgabe von Melzer in Runde drei, ein Duell mit Vorjahresfinalist James Blake (ATP 6) ist zu erwarten. Zuerst gilt es für den Deutsch-Wagramer aber die erste Hürde zu nehmen - voraussichtlich kein leichtes Unterfangen. Der 25-Jährige bekommt es fix mit einem Franzosen zu tun, dem Sieger der Partie zwischen dem dunkelhäutigen Youngster Gael Monfils und French Open-Viertelfinalist Julien Benneteau (Head-to-head jeweils 0:1). Die Form sollte bei Melzer jedenfalls passen, wie Las Vegas letzte Woche gezeigt hat. Dort hatte der Schützling von Karl-Heinz Wetter mit starken Leistungen das Finale erreicht. Angeführt wird das Feld in Indian Wells übrigens von Titelverteidiger Roger Federer. Die Besetzung ist erwartungsgemäß bestens: Alle Spieler aus den Top Ten sind am Start.
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