Vier Satzbälle vergeben: Melzer unterliegt Hewitt im Finale von Las Vegas

Der dritte Durchgang war zum Greifen nah.

Jürgen Melzers vier Matches währender Erfolgslauf beim Round Robin-Event von Las Vegas (416.000 Dollar) hat im Finale ein Ende genommen. Österreichs Nummer eins verlor in der Nacht von Sonntag auf Montag nach MEZ gegen den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Lleyton Hewitt mit 4:6, 6:7 (10). Der Niederösterreicher muss damit nach seiner sechsten Finalteilnahme auf der ATP-Tour weiter auf seinen zweiten Titel nach Bukarest im September warten. Im Head-to-head mit dem Australier liegt Melzer nun schon mit 0:6 zurück und hält immer noch nur bei einem einzigen Satzgewinn. In der Weltrangliste wird der Schützling von Karl-Heinz Wetter am Montag dennoch erstmals an den Top 25 kratzen und die zwei Millionen Dollar-Marke an gesammeltem Preisgeld übertreffen.

Die Chancen waren da
Als klarer Außenseiter war Melzer ins Finale gegen Hewitt gestartet. Dass ihm die Rolle als "Underdog" liegt, stellte der Deutsch-Wagramer einmal mehr unter Beweis: Er konnte die 101-minütige Partie bis zum Ende völlig offen halten und Hewitt voll fordern. Den ersten Satz entschied der nunmehr 26-fache ATP-Titelträger mit einem Break bei 4:4 für sich. Im zweiten Durchgang erspielte sich Melzer eine 3:0- und 4:1-Führung, die nicht lange hielt. Als es bereits stark nach Tiebreak roch, kam der 25-Jährige zu einem Satzball, der aber unverwertet blieb. In der nachfolgenden Kurzentscheidung vergab Melzer bei 6:4 sogar zwei Chancen in Serie darauf, einen dritten Satz zu erzwingen. Drei Matchbälle wehrte Jürgen noch ab, fand selbst einen vierten Satzball vor, ehe er bei 10:10 mit einem Doppelfehler die Niederlage einleitete und mit einer Vorhand ins Netz abschloss.

Die tennisweb.at-Raster aus Las Vegas:
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