Köllerer greift in die Trickkiste: Finale in Rom-Castelgandolfo

Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt ein Aufschlag von unten her.

Daniel Köllerer steht bei seiner ersten Future-Teilnahme seit einem halben Jahr im Finale. Der topgesetzte Oberösterreicher schlug am Samstag beim 10.000 Dollar-Turnier von Rom-Castelgandolfo Lokalmatador Daniele Giorgini, dem er beim Rom-Challenger 2004 unterlegen war, mit 4:6, 6:3, 6:3. Mit seiner Leistung war Köllerer angesichts seines nach wie vor schlechten Gesundheitszustandes zufrieden: "Wäre ich topfit, würde ich sagen, dass ich mich schlecht bewegt habe. Aber so bin ich sehr glücklich, dass ich einmal mehr ein Match im dritten Satz für mich entscheiden konnte." Im Endspiel tritt Köllerer nun zum vierten Mal in Folge gegen einen Italiener an: den ungesetzten Manuel Jorquera, Nummer 536 der Welt.

Vorgeführt worden und doch Gewinner
Begonnen hatte das Match gegen Giorgini für Köllerer schlecht: "Ich war nach zehn Minuten 0:4 hinten. Der hat gespielt, das hab ich noch nicht gesehen. So vorgeführt wie in den ersten vier Games wurde ich glaube ich noch nie." Die vielleicht einzige Chance sah Köllerer daher darin, den Rhythmus des Gegners zu brechen: "Ich hab vier oder fünf Mal von unten serviert. Auf einmal ist bei ihm das Spiel ein wenig abgerissen." Österreichs aktuelle Nummer sieben kam noch auf 4:5 heran, zwei knappe Outbälle brachten jedoch das 4:6. Danach legte "Dani" aber einen Gang zu und war nicht mehr ernsthaft gefährdet: "Im zweiten und dritten Satz war ich klar der bessere Spieler." Mit einem Break erzwang der Spöttl-Schützling den finalen Durchgang, wo er Giorgini gleich zwei Mal den Aufschlag abnahm und damit den Sieg sicherstellte.

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