Eschauer erteilt Mertl Lehrstunde: Finale in Breslau!
Ein Duell der Routiniers mit Köllerer-Bezwinger Tomas Zib steht bevor.

Sensationelle Leistung von Werner Eschauer: Der Niederösterreicher erreichte am Samstag beim 106.250 Euro+H-Turnier von Breslau durch ein 6:1, 6:2 über Jan Mertl das Endspiel. Eschauer dominierte seinen tschechischen Kontrahenten fast nach Belieben, wackelte nur einmal beim Stand von 3:2 bei eigenem Aufschlag und ging nach lediglich 64 Minuten Spielzeit als Sieger vom Platz. Auch nach seinem vierten Match ist Werner damit in Polen noch ohne Satzverlust.
Rache für den Feind?
Zum 15. Mal in seiner langen Karriere befindet sich Werner Eschauer in Breslau in einem Challenger-Finale. Die Endspiel-Bilanz ist derzeit leicht negativ: Sechs Turniersiegen stehen sieben Niederlagen gegenüber, ein Spiel kam 2002 in Banja Luka witterungsbedingt nicht zur Austragung. Nicht nur diese Statistik kann Eschauer am Sonntag ausgleichen: Er liegt gegen seinen letzten Gegner Tomas Zib im Head-to-head mit 2:3 zurück. Den einzigen noch nicht verjährten Vergleich mit dem 31-jährigen Tschechen entschied im Juli in Posen, ebenfalls Polen, der heuer 33 Jahre alt werdende Österreicher für sich. Kurios: Mit einem Sieg könnte Eschauer ausgerechnet Daniel Köllerer rächen, für dessen Verbannung von der internationalen Tennisbühne sich im Vorjahr ja - neben Rainer Eitzinger, Marco Mirnegg - auch der Hollensteiner ausgesprochen hatte. Köllerer war Zib im Achtelfinale knapp in drei Sätzen unterlegen gewesen.
Noch einmal Top 100?
Im Jahr 2003 hatte sich Eschauer mit einem der größten Erfolge seiner Laufbahn, dem Sieg beim Braunschweig-Challenger, erstmals unter die Top 100 der ATP-Rangliste geschoben. Allzu viel sollte zu seinem Career High von Platz 96 nach dem Breslauer Erfolgslauf nicht mehr fehlen. Der heimische Routinier wird Oliver Marach als Österreichs Nummer vier ablösen und sich mit den zumindest 63 Zählern von Position 145 ausgehend unter die besten 120 schieben. Sollte er sogar seinen siebten Challenger-Titel einstreifen, könnte sich eine Platzierung unter 110 ausgehen. Mit seinen 32 Jahren wäre Eschauer dann nicht mehr weit davon entfernt, zum zweiten Mal den Sprung in die Top 100 zu schaffen, rund 27 Zähler würden noch auf Davide Sanguinetti (aktuell Nummer 100) fehlen. Einziges Problem: "Eschi" hat bis Ende April 123 seiner derzeit 313 Zähler zu verteidigen.
Die tennisweb.at-Ergebnisse aus Breslau:
zurück zur Übersicht
|