Zagreb: Koubek feiert Kampfsieg über Lopez

Im Achtelfinale gibt's die Neuauflage des Finales von 2006 gegen Ivan Ljubicic.

Alex Peya hatte am Dienstag vorgelegt, nun schaffte auch Stefan Koubek beim 332.200 Euro-Turnier von Zagreb den Sprung ins Achtelfinale. Der gesundheitlich zuletzt angeschlagene Kärntner Vorjahresfinalist entschied das Linkshänder-Duell mit Feliciano Lopez mit 2:6, 7:6 (2), 6:4 für sich. Bislang galt der Spanier eher als Angstgegner Koubeks, lediglich ein auf Sand ausgetragenes Match konnte Österreichs Nummer zwei bis Zagreb gewinnen. Nun steht es im Head-to-head bereits 2:3, auch 14 Asse nützten Lopez diesmal nichts. Koubek kam immerhin auf deren neun, mit einem Ass verwertete er auch nach 107 Minuten Spielzeit seinen dritten Matchball.

Fünf Punkte fehlten Lopez
Es war ein hartes Stück Arbeit bis Koubeks Aufstieg ins Achtelfinale feststand. Lopez startete stark, sicherte sich dank zweier Breaks und sieben Asse souverän den ersten Satz. Danach verlief die Begegnung recht offen, bis zum Schluss sollte nur ein einziges Break fallen. Die Chancen darauf fand zunächst Koubek vor: bei 4:3 deren zwei, bei 6:5 eine Möglichkeit zum Satzgleichstand. Es ging ins Tiebreak, wo sich der Österreicher dann klar behaupten konnte. Spannend verlief das Finish: Bei 3:3 vergab Koubek zwei Breakbälle, bei 3:4 und Breakchance Lopez war das Aus für Stefan hingegen nicht in weiter Ferne. Doch im nächsten Game nahm er dem Iberer zu null den Aufschlag ab und servierte anschließend mit zwei Assen aus.

Stefan wartet auf "Ljubo"
Wie Alex Peya am Vormittag gegen Andreas Seppi, verbuchte übrigens auch Koubek bei seinem Sieg weniger Punkte als sein Kontrahent (92:95). Dass Stefan in dieser Statistik auch im Achtelfinale unterliegen wird, ist nicht unwahrscheinlich - mit einem Unterschied: Alles andere als eine Niederlage wäre wohl eine große Überraschung. Denn Koubek wird es mit Nummer eins Ivan Ljubicic (ATP 8) zu tun bekommen. Gegen den kroatischen Aufschlagriesen hat der 30-Jährige eine 3:4-Bilanz, die letzten beiden Duelle - darunter das Vorjahresfinale von Zagreb - gewann Ljubicic ohne Satzverlust.

Rückt Alex dem Top 100-Klub noch näher?
Noch nie stand Alex Peya im Viertelfinale eines ATP-Turniers. Dass sich das diesmal ändert, ist eher nicht zu erwarten. Der 26-Jährige geht am Mittwoch Abend als klarer Außenseiter in das erste Duell mit dem auf drei gereihten Robin Söderling. Der Schwede, Nummer 26 der Welt, erreichte heuer immerhin bereits das Halbfinale von Doha, scheiterte bei den Australian Open aber in Runde eins. Bei einer Niederlage würde sich Peya (ATP 134) in der Weltrangliste dennoch um etwa zehn Ränge verbessern. Sollte die Überraschung gegen Söderling gelingen, würden zum Career High vom September 2004 (Platz 114) nur noch wenige Zähler fehlen.

Alle ÖTV-Doppel out
Nur ein Österreicher hatte im Doppel die erste Runde überstanden: Julian Knowle mit seinem schwedischen Partner Simon Aspelin. Im Viertelfinale kam für die beiden nun aber das Aus. Knowle/Aspelin unterlagen wie bereits zuvor Oliver Marach mit Tomas Cibulec (CZE) den Schweden Thomas Johansson und Robert Lindstedt. Nach knapp 105 Minuten Spielzeit hieß es aus Sicht von Knowle/Aspelin 7:6 (4), 5:7 und 8:10 im Champions Tiebreak. Alex Peya war mit Björn Phau (GER) wie Marach zum Auftakt gescheitert.

Die tennisweb.at-Ergebnisse aus Zagreb:
» Herren



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