Internationale News vom 25. Jänner

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83 Minuten Tennis vom andern Stern: Federers One-Man-Show ins Finale
Nach Break und Rebreak durften die Zuseher des ersten Herren-Semifinales der Australian Open auf ein spannendes Match hoffen. Kaum eine Stunde später hatte sich die Hoffnung aufs Gründlichste zerschlagen: 6:4, 6:0 und 6:2 in gerade einmal 83 Minuten, Roger Federer demontierte Andy Roddick nach allen Regeln der - in diesem Fall wörtlich zu verstehenden - Tenniskunst.
Andy Roddick, immerhin vor zehn Tagen beim Einladungsturnier von Kooyong noch 6:2, 3:6, 6:3-Sieger dieses Duells, konnte dem einmal in Fahrt gekommenen Schweizer nichts entgegensetzen. Es erweckte sogar den Anschein, als ob der US-Amerikaner die Niederlage so schnell wie möglich hinter sich bringen wollte - lediglich 9 seiner 31 teils überstürzt vorgetragenen Netzangriffe konnte er positiv abschliessen.
Federer dominierte von der Grundlinie (45 Winner bei 12 unforced errors) genauso wie am Netz (11 Angriffe, 10 Punkte). Selbst die Ass-Bilanz ging mit 10:4 überraschenderweise an den Schweizer Tenniskönig. Die Verwertung seiner Breakchancen: 7 von 7. Eurosport Co-Kommentator Mats Wilander sprach gar vom "besten Tennisspiel, welches er je gesehen habe", freilich mit dem Beisatz "zumindest von einem der beiden Spieler".
Sonntag trifft Federer im Endspiel auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Fernado Gonzalez und Tommy Haas.




Sharapowa und Williams um Titel in Melbourne
Die Australian Open haben ihr Damenfinale, und es ist ein äußerst attraktives: Die Topgesetzte Maria Sharapowa trifft im Kampf um den Titel auf die ungesetzte Serena Williams. Sharapowa setzte sich gegen die Belgierin Kim Clijsters überraschend klar mit 6:4, 6:2 durch, Williams kämpfte die Tschechin Nicole Vaidisova nach Abwehr eines Satzballes im ersten Durchgang mit 7:6, 6:4 nieder.
Den stärkeren Eindruck der beiden Finalistinnen hinterließ trotz des knapperen Ergebnisses die Amerikanerin. Williams, die seit ihrem Comeback bei acht Siegen nur eine Niederlage einstecken musste (in Hobart gegen Sybille Bammer), strotzt vor Selbstvertrauen: "Es ist unglaublich, dass ich hier im Finale stehe - und wieder unter den Top 20." Williams ist die erste Ungesetzte seit zehn Jahren in einem Australian Open-Endspiel. Sollte sie auch das gewinnen, wäre sie die erste ungesetzte Siegerin des ersten Grand Slam-Turniers des Jahres seit 1968.




Strafe für Sharapowa
2.550 australische Dollar Strafe muss Maria Sharapowa zahlen. Der Grund: offensichtliches - unerlaubtes - Coaching durch ihren Vater Yuri während ihres Matches gegen Anna Chakvetadze. Tony Roche, australischer Berater von Roger Federer, forderte die Offiziellen auf, gegen das immer üblicher werdende Coaching von der Tribüne aus etwas zu unternehmen: "Taktisches Verständnis eines Spielers ist Teil des Sports." Während der Australian Open wurden bisher vier Damen und drei Herren wegen unerlaubten Coachings bestraft.




ATP launcht neue Challenger-Serie
Unter dem Namen "Tretorn Serie+" fasst die ATP im Jahr 2007 insgesamt 22 Challenger zusammen. Als Challenger-Gegenstück zu den Masters Series-Events soll die Serie - allesamt mit einer Dotation von 100.000 oder mehr Dollar ausgestattet - die besten Challenger der Welt umfassen, am Jahresende soll es eine eigene Gesamtwertung dieser Turniere geben. Gespielt werden alle Turniere der Serie, wie der Name vermuten lässt, mit dem neuen Serie+-Ball von Tretorn, das erste Turnier der Serie findet bereits diese Woche im deutschen Heilbnronn statt.




Ex-Agassi-Coach Darren Cahill soll Australiens Daviscupper in Form bringen.
Cahill verstärkt das australische Daviscup-Team
Darren Cahill, ehemaliger ATP-Profi (bestes Ranking: Platz 22) sowie höchst erfolgreicher Coach von Lleyton Hewitt und Andre Agassi, kehrt nach einer halbjährigen Auszeit ins Tennis zurück. Er wird das Betreuerteam des australischen Daviscup-Teams beim schwierigen Auswärtsmatch Anfang Februar in Belgien verstärken. Cahill übernimmt damit die Position des erst kürzlich als Hewitt-Coach zurückgetretenen Roger Rasheed. Es wird kolportiert, dass Australiens Nummer eins hinter der Ablöse seines Ex-Betreuers im Daviscup-Betreuerstab steht. Daviscup-Kapitän in Australien ist John Fitzgerald.




Henin kehrt zurück
Justine Henin-Hardenne hat nun auch offiziell ihre Trennung von Ehemann Pierre-Yves Hardenne bestätigt und auf ihrer Website bekannt gegeben, dass sie wieder zu trainieren begonnen hat und im Februar in Paris ihr Comeback auf der Tour geben wird.




Der wichtigste aktuelle internationale Tennis-Link:
Australian Open
Offizielle Turnier-Website


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