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Internationale News vom 24. Jänner
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Gonzalez schießt Nadal vom Platz
Ein immer heißerer Tipp auf den Australian Open-Einzeltitel bei den Herren wird Fernando Gonzalez. Der Chilene deklassierte den auf zwei gesetzten Spanier Rafael Nadal nach 124 Minuten 6:2, 6:4, 6:3. Der Sieg ging in dieser Höhe auch völlig in Ordnung, Nadal war seinem Kontrahenten in fast jeder Phase des Matches unterlegen. Gonzalez setzte seine Power-Vorhand und seinen Rückhand-Slice sehr geschickt ein, zudem überzeugte er auch beim Aufschlag. Insgesamt schlug Fernando 27 Winner mehr als Nadal (41:14), dafür machte er fünf unerzwungene Fehler weniger (16:21). In seinem ersten Grand Slam-Halbfinale trifft Gonzalez auf den Deutschen Tommy Haas, der Nikolay Davydenko nach vier Stunden 6:3, 2:6, 1:6, 6:1, 7:5 eliminierte. Haas steht nach 1999 und 2002 bereits zum dritten Mal unter die letzten Vier in Melbourne. Der Hamburger holte gegen Davydenko einen 1:2-Satzrückstand auf und wehrte im fünften Satz bei 4:5 sogar einen Matchball ab, ehe er seinem Gegner den Aufschlag zum vorentscheidenden 6:5 abnahm. Haas konnte sich damit für die Niederlage im Viertelfinale der US-Open revanchieren. Dort hatte ihn Davydenko - ebenfalls in fünf Sätzen - aus dem Turnier geworfen.
Sharapowa mit viel Mühe gegen Chakvetadze
Es wurde das erwartet knappe Duell der beiden 19-jährigen russischen Blondinen im Viertelfinale der Australian Open. Für sich entscheiden konnte es die Favoritien: Maria Sharapowa schlug Anna Chakvetadze nach 2:14 Stunden mit 7:6, 7:5. Die Außenseiterin servierte bei 5:3 sogar auf den ersten Satz - in dem von Breaks geprägten Match kein entscheidender Vorteil. Im Tiebreak des ersten Satzes war es erst der zehnte Punkt, der an die Aufschlägerin ging. Chakvetadze zeigte im zweiten Satz nicht mehr ihr bestes Tennis, ließ sich auch an der Schulter behandeln ... "es war ein sehr hartes Stück Arbeit", gab Sharapowa nach dem Match zu.
Clijsters gewinnt Duell der Freundinnen
Kim Clijsters ist Sharapowas Gegnerin im Semifinale der Australian Open. Die Belgierin bezwang ihre Schweizer Freundin Martina Hinigis mit 3:6, 6:4, 6:3. Im dritten Satz führte Hingis bereits mit einem Break, die aktivere Clijsters kämpfte sich aber zurück, schaffte das entscheidende Break im siebenten Game des letzten Satzes.
Am Daviscup-Abstellgleis: Xavier Malisse. Wirbel um Malisse im belgischen Daviscup-Team
Belgiens Nummer eins Xavier Malisse wird dem belgischen Team Anfang Februar beim Daviscup-Heimspiel gegen Australien voraussichtlich nicht angehören. Kristof Vliegen und Olivier Rochus wurden von Rochus' Coach Julien Hoferlin bereits nominiert, ebenfalls erwartet werden Veteran Dick Norman und Christophe Rochus. Hintergrund der Nichtnominierung des Chennai-Siegers ist dessen Weigerung im vergangenen Herbst, sein Team im Abstiegsduell gegen die Slowakei zu verstärken. Malisse hat in Melbourne freilich bekräftigt, dieses Mal wieder bereit zu stehen - allerdings beklagte er, nicht von Kapitän Hoferlin kontaktiert worden zu sein.
Russen ersatzgeschwächt nach Chile
Daviscup-Titelverteidiger Russland muss Anfang Februar den schweren Weg nach Chile antreten. Nach Angaben des russischen Kapitäns Shamil Tarpischtschew nicht dabei sein werden Nikolay Davydenko und Mikhail Juschny. Der Kapitän des Titelverteidigers: "Wir haben den beiden frei gegeben. Unser Plan war, in Chile mit Safin, Tursunow, Andreew und Korolew anzutreten. Nun sind aber zwei von ihnen (Tursunov, Korolew, Anm.) verletzt ... wenn die beiden nicht rechtzeitig fit werden, haben wir ein Problem ..."
4.000 Dollar Strafe in vier Matches: Vince Spadea. Böser Bube Spadea
Spitzenreiter einer wenig glamourösen Kategorie ist bei den Australian Open der Amerikaner Vince Spadea: Er bestritt zwar nur vier Matches, sammelte aber dabei immerhin ein Strafenkonto von 4.000 Dollar an. Grund: obszöne Äußerungen. Diese müssen durchaus entschlossener Natur gewesen sein, denn der keineswegs zurückhaltende Marat Safin war für sehr unfeine Äußerungen gegenüber dem Umpire mit lediglich 2.000 Dollar Strafe belegt worden, in vergangenen Jahren hatte es für das Spucken in Richtung eines Gegners (Täter: Juan Ignacio Chela, Opfer: ausnahmsweise Lleyton Hewitt) oder eines Offiziellen (Täter: Fabrice Santoro) gar nur 1.500 Dollar Strafe gegeben.
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