Schnippelkönig und Zornbinkerl

In Sydney wartet Fabrice Santoro auf Jürgen Melzer. Stefan Koubek bekommt's mit einem impulsiven Australier zu tun.

ATP-Woche 2 des Jahres 2007 sieht zwei Turniere, eines im neuseeländischen Auckland ohne österreichische Beteiligung und eines in Sydney: Bei der mit 394.000 US-Dollar dotierten Generalprobe für die Australian Open sind Oliver Marach, Julian Knowle, Stefan Koubek und Jürgen Melzer aktiv.

Marach out, Knowle mit Koubek-Opfer
"Sind" ist freilich nicht ganz korrekt, für Oliver Marach ist das Turnier bereits Vergangenheit, er scheiterte in Quali-Runde zwei klar an Kevin Kim. Jürgen Melzer verzichtet auf ein Antreten im Doppel, daher probiert's Julian Knowle ausnahmsweise mit dem Franzosen Julien Benneteau, der eben erst in Chennai mit Stefan Koubek unliebsame Bekanntschaft gemacht hat. Erste Gegner von Benneteau/Knowle sind die auf drei gesetzten Paul Hanley und Kevin Ullyett.

Melzer wieder gegen Santoro
Das Einzel-Feld wird von Rafael Nadal vor Nikolai Davydenko angeführt, Titelverteidiger James Blake ist auf drei gesetzt. Jürgen Melzer bekommt's in Runde eins mit Fabrice Santoro zu tun. Der bereits 34-jährige französische "Schnippelkönig" hat 2005 die beiden letzten der insgesamt drei Duelle mit Melzer gewonnen. Santoro hat bei seinen letzten neun Turnieren sieben Mal in Runde eins verloren, allerdings in Moskau (Semifinale) und diese Woche in Chennai (Viertelfinale) seine immer noch große Gefährlichkeit unter Beweis gestellt.

Koubek gegen "Mini-Hewitt"
Stefan Koubek hätte aufgrund seines ATP-Rankings keinen Startplatz im Hauptfeld erhalten, steht aber nach seinen Erfolgen in Chennai mit einem Special Exempt im Hauptfeld. Und das Los meinte es gar nicht schlecht mit ihm: Es wartet mit Nathan Healey nur die aktuelle ATP-Nummer 162 auf ihn. Der Australier, sowohl spielerisch als auch emotional eine Kopie seines Landsmanns Lleyton Hewitt, steht dank einer Wild Card im Hauptfeld.

Duelle gegen Nadal und Blake?
Zusätzliche Motivation für die beiden Österreicher im Hauptfeld sollten die möglichen Aufgaben in Runde zwei sein: Dort würde auf Melzer der Sieger des Duells des Topgesetzten Rafael Nadal mit dem Australier Chris Guccione warten, Koubek dürfte sich auf Titelverteidiger James Blake freuen, der Masters-Finalist bekommt es allerdings zuvor mit dem Chennai-Finalisten Xavier Malisse aus Belgien zu tun.

sw


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