Metz: Melzer unterliegt Djokovic

Der Deutsch-Wagramer unterlag dem aufstrebenden Serben in drei Sätzen und verpasste damit seinen zweiten Titelgewinn in Folge.

Jürgen Melzers in Bukarest gestarteter Siegeszug wurde im Endspiel des 302.000 Euro-Turniers von Metz (FRA) gestoppt - bei der elften Station war für Österreichs Nummer eins Endstation: Der ungesetzte Deutsch-Wagramer unterlag Serbiens Jungstar Novak Djokovic (19) nach gewonnenem ersten Satz noch klar mit 6:4, 3:6, 2:6 und verpasste damit seinen zweiten Turniersieg in Folge. 44.100 Dollar und ein erstmaliges ATP Top 20-Ranking kassiert Djokovic für seinen zweiten Karrieretitel. Der zweitplatzierte Melzer erhielt einen Scheck in Höhe von 26.000 Dollar.

Melzer stand bereits auf der Siegerstraße
Im ersten Durchgang des 111-minütigen Matches reichte Melzer das Break im fünften Game zum Satzgewinn. Nach einem weiteren Break im Eröffnungsspiel des zweiten Satzes schien "Jojo" die Weichen bereits auf Sieg gestellt zu haben. Doch dem French Open-Viertelfinalisten und Amersfoort-Sieger gelang mit dem postwendenden Rebreak und drei weiteren Gamegewinnen der perfekte Konter. Im entscheidenden Durchgang war mit Melzers Aufschlagverlust zum 1:2 auch gleichzeitig die Entscheidung gefallen. Der am Montag erstmals seit 51 Wochen wieder unter den ATP-Top 40 aufscheinende Österreicher hatte zwar noch einige Breakchancen, konnte die Wende aber nicht mehr herbeiführen.

Frust statt Trost: Sechs Matchbälle vergeben
Damit war Melzers Arbeitstag allerdings nicht vorbei, denn der Deutsch-Wagramer kämpfte im Anschluss an der Seite seines Stammpartners Julian Knowle um den Turniersieg im Doppelbewerb. Der Titelgewinn blieb den beiden allerdings verwehrt: Youngster Richard Gasquet und Masters-Sieger Fabrice Santoro behielten mit 3:6, 6:1 und 11:9 die Oberhand. Für das Duo Melzer/Knowle wäre es - nach St. Petersburg, Casablanca und Newport - der insgesamt bereits vierte Karrieretitel gewesen. Viel hat dazu auch nicht gefehlt, lagen die beiden im Champions Tiebreak doch schon mit 9:3 voran. Doch Österreichs Parade-Doppel ließ alle sechs Matchbälle aus, die letzten acht Punkte gingen an Gasquet/Santoro.

mm


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