"Sensations-Comebacker" Fankhauser schlägt Fischer

Mit einem klaren Vorsprung zugunsten des Tirolers endete die August-Wahl beim tennisweb.at-Award 2006. Auf den Plätzen landeten Martin Fischer und das oberösterreichische Mixed-Doppel Hejhal/Scherndl.

Ende Mai schwebte der für zwölf Tage in einen künstlichen Tiefschlaf versetzte Johann-Georg Fankhauser nach einem schweren Unfall (sechs Meter-Sturz von einem Hausdach) noch in akuter Lebensgefahr, knapp zwei Monate später stand der um 17 Kilo leichtere Tiroler schon wieder auf dem Tennisplatz. Was im August folgte war schlichtweg sensationell: Der 22-Jährige holte sich ohne Satzverlust die Titel von Hippach und Bludenz. Seine bis heute einzige Niederlage kassierte Fankhauser im Endspiel von Igls. Logische Konsequenz der herausragenden Leistung: der Sieg beim tennisweb.at-Award 2006.
Gesamtwertung: Johann-Georg Fankhauser (16 Punkte), Martin Fischer (10 Punkte), Lucas Hejhal, Christina Scherndl (je 5 Punkte), Herwig Straka/Edwin Weindorfer (4 Punkte), Margrit Fink (2 Punkte), Mario Haider-Maurer, Oliver Marach (je 1 Punkt)

"Fisch" beeindruckt den "Elch"
Fünf seiner insgesamt 16 Punkte kassierte Fankhauser von der zehnköpfigen Experten-Jury. Für den beim Future in Pörtschach groß aufspielenden Martin Fischer stimmte unter anderem Michael Oberleitner: "Ich habe ihn dort gesehen und war beeindruckt", meinte der "Elch", "er hat einen großen Sprung gemacht." FedCupperin Babsi Schwartz entschied sich ohne Zögern für die überraschende Salzburg Open-Finalistin Margrit Fink: "Unsere Athleten im Rollstuhl werden hierzulande ohnehin kaum beachtet. Aber was sie leisten müssen ist einfach unglaublich."

Experten-Voting: Johann-Georg Fankhauser (5 Punkte/6 Stimmen), Martin Fischer (3 Punkte/2 Stimmen), Herwig Straka/Edwin Weindorfer, Margrit Fink (je 2 Punkte, 1 Stimme)
Experten: Christian Frühwald (Journalist), Elisabeth Habeler (ÖTV), Thomas Holzmann (Spieler), Lukas Jastraunig (Spieler), Daniela Kix (Spielerin), Yvonne Meusburger (Spielerin), Michael Oberleitner (Trainer, Ex-Daviscupper), Martin Spöttl (Trainer), Barbara Schwartz (FedCupperin), Herbert Wiltschnig (Spieler)


Hirn: "Schon jetzt Comeback des Jahres"
Auch in der tennisweb.at-Redaktion war man sich beinahe einig: "Nach so einem Unglück so stark zurück zu kommen, das verdient einfach höchste Anerkennung und Respekt," sagte etwa Manuel Wachta, Kolumnist Stefan Hirn spricht sogar vom "Comeback des Jahres." Für das Veranstalter Duo Straka/Weindorfer votete Peter Brandhofer: "Die ziehen Jahr für Jahr ein cooles Event auf und bringen die Leute ins Stadion", so die Begründung des Niederösterreichers.
Redaktions-Voting: Johann-Georg Fankhauser (5 Punkte/5 Stimmen), Lucas Hejhal (3 Punkte/2 Stimmen), Herwig Straka/Edwin Weindorfer (2 Punkte/1 Stimme)

Spannung in der Community
Mit einem relativ ausgeglichenenen Ergebnis endete die Abstimmung bei den registrierten tennisweb.at-Usern - gleich drei Nominierte knackten die 20%-Marke. Die Höchstpunktezahl sicherte sich mit einem hauchdünnen Vorsprung (0,77%!) aber Martin Fischer. Knapp hinter "Fanki" belegte der 15-jährige ETA-Top 50-Junior Lucas Hejhal den dritten Platz. Den letzten Zähler im Community-Voting ergatterte Gaudio-Bezwinger Oliver Marach. Ihre Fans mobilisieren konnte die 16-jährige Christina Scherndl: Die bei den ETA-Turnieren in Krems und Haid siegreiche Oberösterreicherin gewann das Public-Voting aller tennisweb.at-Besucher klar vor Fankhauser, Fischer und Mario Haider-Maurer.
Community-Voting: Martin Fischer (5 Punkte/22,31%), Johann-Georg Fankhauser (3 Punkte/21,54%), Lucas Hejhal (2 Punkte/20%), Oliver Marach (1 Punkt/17,69%)

Public-Voting: Christina Scherndl (5 Punkte/37,65%), Johann-Georg Fankhauser (3 Punkte/21,54%), Martin Fischer (2 Punkte/13,28%), Mario Haider-Maurer (1 Punkt/9,95%)

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