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Habeler ersetzt Maruska als ÖTV-Sportkoordinatorin
Lisi Habeler, die neue ÖTV-Sportkoordinatorin, im tennisweb.at-Interview. Wer ist sie? Wie kam sie zu ihrem neuen Job? Was hat sie vor?

Als Spielerin schaffte es Lisi Habeler 1995 auf Platz 241 der Weltrangliste. Nun beerbt sie die Ex-FedCupperin Marion Maruska, die in Babypause geht, als Sportkoordinatorin beim Österreichischen Tennisverband. Seit ihrem zwölften Lebensjahr spielte Habeler internationale Turniere. Mit 24 ging sie für ein Jahr nach Amerika aufs College, studierte dort Business und war in der College-Liga aktiv. Mit 25 kam sie wieder nach Österreich, absolvierte ein FH-BWL-Studium und übernahm mit 29 die Geschäftsführung der familieneigenen drei Tennisanlagen (in Wr. Neustadt und Neudörfl). Kürzlich wurde sie Kreismeisterin im Kreis Süd, in Wr. Neustadt ist sie derzeit in der Landesliga A als Spielerin aktiv.
Wie kamst du zum Job als Sportkoordinatorin beim ÖTV? Hast du auf die Anzeige im Internet geantwortet?
Es war Zufall. Ich habe Dr. Wolner bei einer Tennis-Charity im Belvedere getroffen. Dort hat er mir von der Stelle erzählt und gemeint, ich solle mich bewerben. Das hab ich gemacht, war mich vorstellen. Und nach zwei Hearings haben sie befunden, dass ich die beste für den Job bin.
 | | Lisi Habeler ab sofort in Diensten von Tennis Austria. | |  |  | Wie lange bist du jetzt schon dabei?
Seit zwei Wochen. Bisher habe ich mit Marion zusammengearbeitet; sie hat mir gezeigt worauf es ankommt, was zu tun ist damit es gleich nahtlos weitergeht. Ab Dienstag bin ich dann alleine.
Wie waren die ersten zwei Wochen? Was war da dein Schwerpunkt?
Ich hab mich viel einlesen müssen. Es sind einfach viele neue Aufgabenbereiche: Von der Kommunikation mit den internationalen Verbänden bezüglich Daviscup, FedCup und Turnieren. Es gibt viele Tätigkeiten im Hintergrund, Besprechungen zur Entwicklung der Kaderspieler zum Beispiel. Derzeit beschäftigt mich vor allem der Daviscup. Hotels und Plätze müssen organisiert werden.
Wie sieht generell dein Aufgabenbereich beim Verband aus?
Vor allem bei der Organisation von Daviscup- und FedCup-Events bin ich sehr stark eingebunden. Und wir – also der ÖTV – werden bei den großen Turnieren in Österreich vor Ort sein, auch da gibt es einiges vorzubereiten: Heuer noch in der Stadthalle in Wien, dann in Linz. Im Spitzensportbereich werde ich Sportdirektor Gilbert Schaller unterstützen. Außerdem bin ich – wie Marion – zweiter FedCup-Coach.
Wird sich bei der Präsenz bei den Turnieren etwas ändern? Was gilt es da konkret vorzubereiten?
Wir wollen den Kontakt zu den Tennisspielern intensivieren. In der Stadthalle wird es Sprechstunden mit dem ÖTV geben. Peter Teuschl und ich selbst werden vor Ort sein und stehen dann gewisse Zeit für alle Fragen zur Verfügung.
Wie wirst du Gilbert Schaller konkret unterstützen?
In erster Linie geht es darum Konzepte zu entwickeln um wieder Spitzenspieler hervorzubringen. Es muss zunächst Masse geschaffen werden, daraus kristallisieren sich dann Talente.
Die Idee ist ja nicht so neu ...
Kinder die mit 14 in die Südstadt kommen müssen technisch und koordinativ ausgereift sein. Dann kann der Sportdirektor mit ihnen optimal arbeiten. Das ist derzeit oft nicht der Fall. Die Basisarbeit in den jungen Jahren muss verbessert werden. Da wollen wir neue Konzepte entwickeln.
Du hast vorher erwähnt, dass du zweiter FedCup-Coach wirst. Was macht der?
Das weiß ich ehrlich gesagt selbst noch nicht so genau. Aber da ist ja noch einige Zeit hin. Ich werde wahrscheinlich im administrativen Bereich eingesetzt sein, Trainingsplätze organisieren und ähnliches.
Bleibt neben dem Job beim ÖTV noch Zeit für die Geschäftsführung eurer Tennishallen?
Nein. Meine Schwester ist vor drei Jahren in Karenz gegangen, ich hab nach Abschluss meines Studiums den Job von ihr übernommen. Das Timing mit der Stelle beim ÖTV passt perfekt, jetzt macht sie wieder die Leitung und ich widme mich neuen Aufgaben.
Interview: Peter Robic
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