Legner räumt in Salzburg ab

Der Routinier aus Mils holte beim Turnier der Kategorie 2 das Double. Margrit Fink verlor erst im Endspiel.

Österreichs Rollstuhltennis-Ass Martin Legner hat wieder zugeschlagen: Der Tiroler sicherte sich bei den Generali-Tappe Open in Salzburg seinen zweiten Saisontitel nach Plock im Juni. Wie in Polen war es auch beim Heimturnier im Finale zum "ewigen Duell" mit Tadeusz Kruszelnicki gekommen. Beim letzten Aufeinandertreffen vor zwei Wochen in der Schweiz hatte sich der Pole klar 6:4, 6:2 durchgesetzt, diesmal besaß die heimische Nummer eins wieder den längeren Atem: 6:1, 6:7, 6:4 für Legner nach einem Kampf über 2:20 Stunden. Im Head-to-head konnte der 44-Jährige damit auf 24:25 verkürzen.

Unnötige Spannung mit "Happy End"
Bereits zum achten Mal sicherte sich Legner in Salzburg den Siegerscheck, der sich diesmal auf 1.320 US-Dollar belief. In dem auf hohem Niveau stehenden Finale hätte Legner früher für die Entscheidung sorgen können, lag er doch im zweiten Satz schon 3:0 voran. Kruszelnicki kam aber noch einmal auf und rettete sich in den Entscheidungssatz: "Ich hab nicht mehr genug Druck auf ihn ausüben können, da sich die Bälle schon mit Wasser vollgesogen hatten", so Legner zu dieser kritischen Phase. Die Sicherheit erlangte der Tiroler im dritten Durchgang mit einem Break zum 3:2 wieder, ein weiteres folgte zum 5:2. Beim Stand von 5:4 machte Legner dann den Sack zu und verwertete seinen zweiten Matchball.

Fink macht's Legner beinahe nach
Abgerundet wurden die "Salzburger Festspiele" für Legner durch den Turniersieg im Doppel, seinem sechsten in diesem Jahr, dem zweiten mit Miroslav Brychta (CZE). Kruszelnicki und sein ungarischer Partner Laszlo Farkas wurden in der Endrunde von Legner/Brychta mit 6:1, 6:2 abgefertigt. Höchst beachtlich schlug sich auch Österreichs stärkste Vertreterin bei den Damen: Margrit Fink kam nach sensationellen Leistungen ins Finale und musste deshalb ihren zu kurz gebuchten Hotel-Aufenthalt verlängern. Die topgesetzte Titelverteidigerin Annick Sevenans aus Belgien ließ der 35-Jährigen aus Rottenmann im Endspiel keine Chance, gewann klar 6:2, 6:2 gegen eine allerdings durch eine Blase gehandicappte Fink. Diese war nach der Niederlage keineswegs traurig: "Ich hätte nie gedacht, dass ich das Finale erreichen würde."

mw




zurück zur Übersicht