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Melzer erstmals im Viertelfinale von Kitzbühel
Österreichs Nummer eins blieb auch gegen Andrei Pavel ohne Satzverlust und kämpft nun gegen Lieblingsgegner Mikhail Youzhny um ein Halbfinal-Ticket.

MELZER - PAVEL
Jürgen Melzer mausert sich bei den mit 646.250 Euro dotierten Generali Open in Kitzbühel immer mehr zum Geheimfavoriten: Der Deutsch-Wagramer fertigte nach den beiden Spaniern Oscar Hernandez und Tommy Robredo, auch Andrei Pavel ohne Satzverlust ab. Österreichs Nummer eins besiegte den Rumänen 7:5, 6:3 und steht damit erstmals in seiner Karriere im Viertelfinale von "Kitz".
Zwei Breaks reichten
In einem von starken Aufschlagleistungen geprägten Match gelang zunächst keinem der beiden Akteure ein Break - Chancen dazu blieben Mangelware. Knapp vor dem Tiebreak brach Pavel aber ein, mit einem Doppelfehler gab die ehemalige Nummer 13 der Welt sein Service zu Null - und damit auch den ersten Durchgang mit 5:7 - ab. Die Vorentscheidung fiel dann im sechsten Game des zweiten Satzes: Der Rumäne leistete sich wieder zuviele vermeidbare Fehler, mit einem Rückhand-Winner beendete Melzer schlussendlich das hart umkämpfte Game. Wenig später verwandelte die aktuelle Nummer 81 der Welt mit einem Ass seinen ersten Matchball zum Endstand.
Lösbare Aufgabe im Viertelfinale
"Andrei ist ein sehr unangenehmer Spieler der auf der Tour dementsprechend viel Respekt genießt, so einen zu schlagen motiviert natürlich besonders", sagte der mit Selbstvertrauen wieder vollgetankte Melzer, der sich auch gegen den auf acht gesetzten Russen Mikhail Youzhny (ATP 50) etwas ausrechnet: "Youzhny hab ich heuer in München und letztes Jahr bei den French Open relativ glatt geschlagen", erinnert sich der Niederösterreicher. "Ich denke, er wird sich also nicht sehr auf mich freuen." Ausgetragen wird das Duell am Freitag, nicht vor 15 Uhr.
KOUBEK - LAPENTTI
Der Achtelfinaltag bei den Generali Open in Kitzbühel begann aus heimischer Sicht mit einer Enttäuschung, denn Stefan Koubek wandelte auf dem Centre Court wieder einmal zwischen Genie und Wahnsinn. Der Kärntner lag gegen Nicolas Lapentti (ECU) in beiden Sätzen mit mindestens einem Break voran, unterlag aber dennoch glatt mit 3:6, 3:6. Im Head-to-head erhöhte der Südamerikaner damit auf 6:2.
Nach dem Break kam die Verwandlung
"Ich war eigentlich voll motiviert und gut drauf", sagte Koubek im ersten Interview. Nach dem Break zum 3:1 im ersten Satz schlug die Stimmung des Kärntners aber wieder einmal um, zu Null gab Österreichs Nummer drei sein folgendes Aufschlagspiel ab. Danach musste Lapentti den Ball eigentlich nur noch im Spiel halten, um die restlichen vier Games für sich zu entscheiden.
Koubek: "Ich packe es im Schädel nicht"
Selbes Szenario auch im zweiten Durchgang, einziger Unterschied: Koubek lag diesmal sogar mit zwei Breaks voran. Nach dem Re-Break zum 1:3 hatte der 29-Jährige noch zweimal die Chance um auf 4:1 zu erhöhen. Lapentti wehrte allerdings beide Breakmöglichkeiten ab und brach damit auch den Widerstand von "Steff". "Ich war dann eigentlich nur noch angfressen", so Koubek. "Ich schaffe es einfach nicht so eine Partie fertigzuspielen. Dabei habe ich in den letzten Monaten wirklich super trainiert, im Match geht's dann aber immer rauf und runter. Ich packe es einfach im Schädel nicht", sagte der enttäuschte Österreicher.
Lapenttis Kitz-Bilanz überragend
Ekuadors Nummer eins steht damit - wieder einmal - in der Gamsstadt unter den letzten Acht. Bereits 1998, 1999, 2000, 2003 und im Vorjahr gelang ihm dieses Kunststück. Den größten Coup landete der in wenigen Tagen 30-Jährige aber im Jahre 2001, als er das Turnier sogar ungeschlagen beendete. Seine Matchbilanz in Kitzbühel - 23 Siege bei nur sieben Niederlagen. Gegner im Kampf um den zweiten Einzug in die Vorschlussrunde ist der spanische Geheimfavorit Fernado Verdasco (5).
KOUBEK/KOHLSCHREIBER, MARACH/SUK, KNOWLE/MELZER
Halbfinale dennoch mit Koubek
Im Doppel lief es für Stefan Koubek besser: Gemeinsam mit Philipp Kohlschreiber (GER) feierte er im Viertelfinale einen 6:2, 7:5-Erfolg über die argentinisch-peruanische Kombination Chela/Horna und erreichte damit erstmals seit Jänner 2004 wieder eine Vorschlussrunde bei einem ATP-Turnier. In Doha bildete er damals mit Andy Roddick ein Gespann und scheiterte erst im Endspiel.
Zittersieg für Marach/Suk
Ein zweiter Österreicher hat ebenfalls bereits den Einzug ins Halbfinale geschafft: Oliver Marach und Cyril Suk (CZE) bezwangen die tschechisch-polnische Paarung Tomas Cibulec/Lukasz Kubot hauchdünn mit 4:6, 6:3 und 12:10 im entscheidenden Champions-Tiebreak. In der Runde zuvor hatten Marach/Suk bereits das topgesetzte Duo Fyrstenberg/Matkowski verabschiedet.
Auch die vermeintlich heißesten Eisen noch dabei
Ihr Auftaktmatch erst heute absolvieren mussten Jürgen Melzer und Julian Knowle: Österreichs Daviscup-Doppel setzte sich dabei gegen Yves Allegro und Robert Lindstedt (SUI/SWE) knapp mit 4:6, 7:6, 10:7 durch. In Runde zwei wartet bereits die argentinisch-chilenische Kombination bestehend aus Agustin Calleri und Olympiasieger Nicolas Massu. Bei einem erneuten Sieg kommt es zum direkten Duell um den Finaleinzug mit Stefan Koubek.
mm
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