Kitzbühel: Koubek im Achtelfinale

Stefan Koubek qualifizierte sich als bislang einziger Österreicher für das Achtelfinale des heimischen 646.250 Euro-Turniers. Lokalmatador Rainer Eitzinger scheiterte trotz komfortabler Führung, Andi Haider-Maurer war gegen Max Mirnyi chancenlos. Derzeit noch im Einsatz ist Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer.

KOUBEK – PASHANSKI

Wie in Runde eins musste Stefan Koubek auch in seinem zweiten Match über die volle Distanz gehen: Österreichs ehemalige Nummer eins siegte gegen Boris Pashanski mit 6:1, 3:6, 6:2 und ging somit im Head-to-head mit 1:0 in Führung. Koubek sicherte sich dank einer soliden Leistung und vielen individuellen Fehlern des Serben nach knapp einer halben Stunde den ersten Satz. Danach kam Pashanski zwar etwas auf, das Break zum 3:2 gelang aber dem Kärntner. Der Die aktuelle Nummer 77 der Welt gab sich aber nicht geschlagen, sondern erkämpfte sich den Ausgleich und gab anschließend kein Game mehr ab.

Zwei Breaks zum Sieg
Zu Beginn des dritten Satzes wendete sich das Blatt wieder zu Gunsten der heimischen Nummer drei: Koubek ging blitzschnell mit 3:0 in Führung und überstand im fünften Game auch die letzte kritische Phase, als Pashanski eine Chance auf das Re-Break vergab. Nach ziemlich genau zwei Stunden verwandelte Koubek seinen ersten Matchball zum Endstand.

Jetzt gegen Davydenko-Bezwinger
Im Kampf um den Viertelfinal-Einzug trifft der 29-Jährige nun auf einen alten Bekannten - bereits zum achten Mal kommt es zum Duell mit Nicolas Lapentti (ATP 116). Ekuadors Nummer eins sorgte in seinem Achtelfinale mit einem klaren 6:3, 6:3-Erfolg für das Aus des topgesetzten Nikolay Davydenko. Im Head-to-head mit Koubek führt der Südamerikaner 5:2, die letzten drei Begegnungen gingen allesamt an den Kitz-Triumphator von 2001. Einen seiner zwei Siege feierte "Steff" aber ausgerechnet in der Gamsstadt: Vor neun Jahren schlug er Lapentti in der Runde der letzten 16 klar in zwei Sätzen.

EITZINGER – CALLERI

Keine weitere Überraschung gelang Lokalmatador Rainer Eitzinger: Österreichs aktuelle Nummer sechs musste sich dem auf neun gesetzten Argentinier Agustin Calleri 6:7 (3), 3:6 geschlagen geben und verpasste damit seinen zweiten Einzug in ein Achtelfinale eines ATP-Turniers. In der gestrigen Night Session deklassierte "Eitze" noch Österreichs Nummer zwei Oliver Marach.

Komfortable Führung leichtfertig verspielt
Ein Sensation schien auch diesmal in der Tiroler Luft zu liegen, denn 5:3 lag Eitzinger im ersten Satz bereits voran. Mit zwei Doppelfehlern und einer verschlagenen Vorhand brachte er die Nummer 59 der Welt aber wieder zurück ins Spiel. Im Tiebreak war Rainer dann chancenlos. Auch im zweiten Durchgang hatte der Lokalmatador seine Möglichkeiten: Beim Stande von 2:4 gelang "Eitze" das vielumjubelte Re-Break. Wenig später hatte er bei 40:0 noch drei Ausgleichschancen auf dem Schläger. Calleri wehrte aber alle mittels Vorhand-Winner ab, breakte zum 5:3 und servierte anschließend trocken aus.

Eitzinger: "Zuviele Chancen vergeben"
"Ich habe im ersten Satz leider sehr viele Chancen vergeben", zog Eitzinger nach dem Match Bilanz, "das hätte nicht sein müssen. So einen Satz heimzuspielen muss ich noch lernen. Unzufrieden war der Tiroler aber nicht, denn "allgemein war es keine schlechte Leistung."

HAIDER-MAURER – MIRNYI

Auch die Nummer zehn des Turniers, Max Mirnyi (ATP 52), war für einen heimischen Akteur zu groß: Andi Haider-Maurer (ATP 603) unterlag dem Aufschlagstarken Weißrussen mit 2:6, 4:6. Nur den zweiten Durchgang konnte der Niederösterreicher offen gestalten, in den letzten zwei Games gelang "AHM" allerdings kein einziger Punkt mehr. Trotzdem war das Turnier von Kitzbühel, "der mit Abstand größte Erfolg meiner Karriere", sagte Haider-Maurer in einem ersten Interview. 15 ATP-Punkte und eine Verbesserung im ATP-Ranking um etwa 80 Positonen bekommt der Zwettler als Belohnung für seinen ersten Sieg im Hauptbewerb eines ATP-Turniers.

mm


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