Kitzbühel: Eitzinger schlägt Marach, Melzer souverän

Rainer Eitzinger zog als letzter Österreicher in die zweite Runde des 646.250 Dollar-Turniers ein. Nachdem sich auch Jürgen Melzer klar durchsetzen konnte, kämpfen nun vier Österreicher um den Einzug ins Achtelfinale.

EITZINGER - MARACH

Im Schlagerspiel des zweiten Tages bei den Generali Open in Kitzbühel kam es zu einer Überraschung. Rainer Eitzinger bezwang seinen Freund Oliver Marach 6:3, 6:0. "Zu Beginn war ich etwas nervös, jedoch topmotiviert. Ich habe heute vor einer tollen Atmosphäre sehr gutes Tennis gespielt. Vor allem mein Service war besser als sonst." In der zweiten Runde wartet der auf neun gesetzte Agustin Calleri. Der Argentinier war in den letzten beiden Wochen in guter Form. In Bastad und Amsterdam kam er ins Halb- bzw. Viertelfinale. "Ich habe vor Calleri genauso viel Respekt wie vor jedem anderen Gegner. Ich bin bereit für den nächsten Sieg." Es ist das erste Duell der beiden.

Eitzinger macht am Ende neun Games en suite
Der erste Satz war beiderseits von vielen Fehlern geprägt. Bei 3:3 konnte Marach vier Breakchancen nicht verwerten, im Gegenzug nützte Eitzinger seinen zweiten Breakball zum 5:3. Im darauf folgenden Game "schenkte" ihm Marach den ersten Satz mit einem seiner vielen Vorhand-Fehler. Im zweiten Set wurde Eitzinger immer sicherer und zeigte hervorragendes Tennis. Währenddessen begann Marach mit sich zu hadern und er schaffte es in der Folge nicht mehr, sich aus seinem Tief zu befreien. So machte Rainer mit ihm kurzen Prozess und er nützte seinen ersten Matchball.

Marach kommt mit Bedingungen nicht zurecht
Österreichs Nummer zwei begründete sein schlechtes Abschneiden unter anderem mit der Sehschwäche seines rechten Auges: "Ich spiele nicht gerne bei Nacht, da ich den Ball sehr schlecht sehe und daher das Timing nicht optimal ist. Zum Glück muss ich nicht so oft in einer Night Session antreten." Doch Oliver wollte sich nicht nur auf sein Auge ausreden: "Rainer hat heute super gespielt. In dieser Form hat er auch gegen Calleri eine gute Chance. Auf jeden Fall wünsche ich ihm und allen anderen Österreichern noch viel Erfolg."


MELZER – HERNANDEZ

In überzeugender Manier setzte sich Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer in Runde eins des ATP-Turniers von Kitzbühel gegen den Spanier Oscar Hernandez durch: 6:3, 6:4. Der Deutsch-Wagramer dominierte das Match, ließ keine Breakchancen zu, und verwertete seinen zweiten Matchball mit einem sehenswerten Punkt: Stopp von Melzer, Hernandez erwischt den Ball, überlobt den Niederösterreicher. Der läuft zurück und passiert den Spanier mit der Vorhand.

Jürgen Melzer zog oft zu schnell durch für Gegner Oscar Hernandez.
"Fühle mich in Kitzbühel so gut wie nie"
"Der Sieg in zwei Sätzen geht voll in Ordnung. Ich fühl mich in Kitzbühel besser als je zuvor. Einerseits war das Turnier in Stuttgart gut zur Vorbereitung, andererseits habe ich einen kürzeren Schläger (Anm. den er seit Herbst spielt), mit dem ich sehr gut zurecht komme", so Melzer.


ESCHAUER – MASSA

Werner Eschauer hat beim 646.250 Euro-Turnier von Kitzbühel den Sprung in die zweite Runde denkbar knapp verpasst. Der Niederösterreicher unterlag dem Argentinier Edgardo Massa nach einer Spielzeit von über zwei Stunden mit 6:3, 6:7 (6), 4:6. Somit konnte Eschauer den Rechtshänder aus Formosa auch im vierten Aufeinandertreffen nicht besiegen. In der Weltrangliste liegt Massa übrigens derzeit nur auf Rang 450: Zwischen April 2005 und März 2006 konnte die ehemalige ATP-Nummer 91 keine Turniere bestreiten.

Ein Matchball reichte Werner Eschauer nicht.
Matchball bleibt ungenützt
Dabei hatte Österreichs Nummer fünf bei 6:5 im Tiebreak des zweiten Satzes sogar Matchball, durch einen Vorhand-Fehler ins Netz wurde dieser jedoch vergeben. Das entscheidende Break im dritten Satz gelang Massa schließlich zum 3:2. Bei seinen letzten beiden Auftritten in Kitzbühel 2003 und 2004 hatte Eschauer jeweils seine Auftaktmatches gewonnen, 1999 musste der 32-Jährige das letzte Mal eine Auftaktniederlage hinnehmen.

red.


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