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Achtes Finale in Folge bei Staatsmeisterschaften für Schiessling
Martin Fischer hatte gegen Thomas Schiessling Chancen auf den Sieg. Armin Sandbichler und Tamira Paszek waren überlegen. Babsi Hellwig machte zuwenig Fehler.

Selbst die enorme Unterstützung des Publikums half Martin Fischer letztlich gegen Thomas Schiessling nicht. Der an zwei gesetzte Südstadt-Kaderspieler unterlag dem Turnierfavoriten in einer sehenswerten Partie mit 3:6, 6:4, 5:7. Finalgegner von Schiessling ist Fischers Stallkollege Armin Sandbichler. Die Nummer eins des Turniers fertigte Walter Treu 6:2, 6:1 ab.
Vorhand-Longline besser als Rückhand-Cross
Einen offenen Schlagabtausch bekamen die wieder zahlreich erschienenen Zuschauer in der Partie zwischen Fischer und Schiessling zu sehen. "Hackertom" punktete vor allem mit Vorhand-Longline-Winnern, sein Kontrahent erzielte die direkten Punkte zumeist mit dem Rückhand-Cross. "Eine gute Partie, es war wie erwartet tough. Ich hab gewusst, dass er gut spielen kann", zollte Schiessling seinem Gegner nach 2:40 Stunden Respekt.
Fischer kann Break im Dritten nicht halten
Die Big Points: In Satz zwei hat Fischer mehr Mühe seine Servicegames durchzubringen – außer bei 4:4 in Satz zwei. Schiessling schenkt das Servicegame mit einem Doppelfehler ab, macht im nächsten Spiel vier Fehler von der Grundlinie und muss in die Entscheidung. Nach einer zehnminütigen Unterbrechung (der Platz wurde eingewässert) kann Fischer ein 0:40 im ersten Game des dritten Satzes beim Service von Schiessling nicht nutzen. Dann das Break gegen Schiessling auf 2:1, gefolgt vom sofortigen Rebreak. Bis 6:5 für den amtierenden österreichischen Hallenmeister alles in der Reihe. Dann gibt der Südstädter eine 30:15-Führung im letzten Game noch aus der Hand und "verwertet" den Matchball mit einem Vorhand-Ball in die Netzmitte.
Seit 1997 immer top
Schiessling konnte damit eine beeindruckende Serie fortsetzen: Wenn er bei Staatsmeisterschaften antrat, erreichte der Tiroler seit 1997 immer zumindest das Endspiel des größten nationalen Events. 1997, 2001 und 2004 gewann "Schiessi" die "Staats", nur 1999 und 2000 musste er sie verletzungsbedingt auslassen.
Treu überrascht
Knapp nach Ende des ersten Satzes im Match Schiessling – Fischer war das zweite Herren-Semifinale bereits beendet. Weniger als eine Stunde benötigte Armin Sandbichler um Walter Treu zu deklassieren. Der Tiroler bestimmte die Partie, erzielte mit Vor- und Rückhand direkte Punkte. "Ich wollte das Tempo vorgeben, aber er hat mich überrascht. Ich konnte wenig ausrichten", erklärte Treu. Sandbichler: "Heute ist’s bei mir wirklich gut gelaufen. Ich hab gewusst, dass ich hier jeden schlagen kann. Wenn ich morgen auch so spiele, wird es interessant."
Paszek deklassiert Kamper
Das Damenfinale bestreiten die amtierende österreichische Hallenmeisterin Babsi Hellwig und die Nummer eins des Turniers Tamira Paszek. Hellwig setzte sich im Semifinale gegen Titelverteidigerin Nicole Remis mit 7:5, 6:1 durch. "Sie hat mir sehr geholfen, viele Fehler gemacht", so Hellwig, die nach den österreichischen Hallenmeisterschaften nun auch im Freien im Endspiel steht. Dort trifft sie auf Tamira Paszek, die Bianca Kamper mit der Höchststrafe in die Kabine schickte: 6:0, 6:0. Tamira hat im gesamten Turnierverlauf bisher nur vier Games abgegeben.
Titel zum Geburtstag "geschenkt"
Traurig der Doppelbewerb der Herren: Acht Paare haben genannt, von den sieben zu spielenden Partien wurden drei w.o. gegeben. Besonders bitter waren die Aufgaben von Mario und Andi Haider-Maurer und Joe Ager/Marko Neunteibl im Semifinale – offiziell wegen Zerrungen. Siegreich blieben die topgesetzten Lokalmatadore Martin Fischer/Philipp Oswald, die im Finale Armin Sandbichler/Christoph Steiner 6:2, 7:5 schlugen und nach dem Hallenmeistertitel in Neusiedl auch den Freiluft-Titel holten. Mit einem Ständchen zum Geburtstag feierten die Fans auf der Tribüne ihren Martin Fischer nach dem Sieg. Der vergrub sich zuerst in sein Handtuch, streckte aber dann den Daumen in die Höhe und genoss die Ovationen. "Wenn die Staats dann in Tirol sind, lassen sie uns gewinnen", scherzte Sandbichler nach der Partie.
Damendoppel für Tamira verschoben
Das Damendoppel-Finale wurde kurzerhand auf Samstag verschoben. Tamira Paszek (6:3, 6:0-Sieg mit Marion Walter gegen Christine Kainzmaier/Christa Magister) wurden drei Matches an einem Tag erspart. Die Finalistinnen Nicole Remis und Jennifer Schmidt waren davon nicht angetan. "Der Bewerb war bis Freitag ausgeschrieben", so Remis. Die beiden müssen nun eine Nacht länger bleiben und sollen am Samstag nach den Einzel-Finalspielen das letzte Match des Turniers bestreiten.
Peter Robic aus Dornbirn
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