Stuttgart: Koubek verliert in der Qualifikation

Stefan Koubek unterlag dem Argentinier Diego Junqueira in der entscheidenden Qualifikationsrunde. Aber als Lucky Loser könnte er noch in den Hauptbewerb kommen.

Bei Stefan Koubek läuft es weiterhin nicht rund. In der zweiten Qualifikationsrunde für das 586.250 Euro-Turnier in Stuttgart musste sich der topgesetzte Kärntner dem Argentinier Diego Junqueira 2:6, 5:7 geschlagen geben. Der 29-jährige hat damit seit dem Challenger in Mexiko City im März keine zwei Matches in Folge mehr gewonnen. Zuletzt gelangen Koubek mehr als zwei Siege bei einem ATP-Turnier in Zagreb, wo er sich im Februar aus der Qualifikation ins Endspiel spielte.

Aufholjagd blieb unbelohnt
Junqueira, der heuer schon bei einem Challenger gegen Marco Mirnegg verlor, legte die Partie gegen Koubek sehr defensiv an. Der 25-Jährige zeichnete sich durch gute Beinarbeit aus, erwies sich als Gummiwand. Österreichs Nummer drei fand kein Mittel und lag rasch 2:6, 2:5 zurück. Zwar glich der Bresnik-Schützling noch auf 5:5 aus, kassierte aber postwendend ein neuerliches Break. Der Argentinier servierte nach 1:17 Stunden aus.

Schafft es Koubek dennoch?
Als Nummer eins der Qualifikation des Mercedes Cups am Stuttgarter Weissenhof hat Koubek aber gute Chancen auf einen Lucky Loser-Platz im 64er-Hauptfeld. Er könnte dann neben Jürgen Melzer und Oliver Marach als dritter Österreicher ins Hauptturnier rutschen.

Österreich gegen Deutschland
Eine auf dem ersten Blick günstige Auslosung erwischten die beiden derzeit besten Österreicher: Nummer eins Jürgen Melzer trifft auf Philipp Kohlschreiber (GER), Oliver Marach wird von dessen Landsmann Torsten Popp herausgefordert. Die etwas leichtere Aufgabe dürfte der Steirer erwischt haben: "Oli" hat 2005 das bislang einzige Duell mit dem Deutschen für sich entscheiden können (Monza) und ist zudem im ATP-Ranking über hundert Plätze besser klassiert. Der Sieger dieser Auseinandersetzung bekommt es in Runde zwei mit dem auf 16 gesetzten Richard Gasquet (FRA) zu tun.

Schweres Los für Melzer
An Gasquet gescheitert ist zuletzt Melzers Auftaktgegner Philipp Kohlschreiber. Der 22-jährige Deutsche, der in Gstaad überraschend ins Semifinale vorstieß, geht als Favorit in das Duell mit Österreichs Nummer eins: Bei seinen letzten drei Turnieren (Rosmalen, Wimbledon und eben Gstaad) gelangen ihm immer mindestens zwei Siege, Ende Mai sorgte er zudem bei den French Open für das Erstrunden-Aus von Oliver Marach. Das Head-to-head spricht auch gegen den Niederösterreicher - 2:1 liegt der Bayer offiziell in Führung. Das letzte Duell der beiden beim Einladungsturnier von St. Anton am Arlberg gewann allerdings der Deutsch-Wagramer.

PR/mm


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