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Kramsach: Schiessling beendet den Fluch
Thomas Schiessling wurde am Finaltag des 10.000 Dollar-Futures in Kramsach wegen Schmerzen vom Platz getragen, gewann aber dennoch.

Zwei Matches hatte Thomas Schiessling am Finaltag des 10.000 Dollar-Futures in Kramsach zu bestreiten; und er gewann beide. Das Semifinale mit 5:7, 6:3, 6:1 gegen Qualifikant Theodor Devoty und das Finale gegen Nummer eins Bastian Knittel mit 6:4, 6:3.
Erster siegreicher Tiroler
Schiessling ist damit der erste Tiroler, der ein Future-Turnier in Tirol gewinnen konnte. Seit dem Jahr 2000 verloren Thomas Schiessling (3 Mal), Johannes Ager (2 Mal) und Armin Sandbichler (1 Mal) jeweils in den Finals von Telfs, Kramsach oder Seefeld. "Der Fluch ist beendet", freute sich der 31-Jährige.
"Schmerzen wie noch nie"
Das Semifinale zwischen "Hackertom" und Theodor Devoty wurde wegen Regens auf Samstag verschoben. Der Lokalmatador lag 5:3 voran; "dann ist mir die Bandscheibe eingeschossen", berichtete er tennisweb.at vor dem Finale. Tommy wurde vom Platz getragen und in der Garderobe von Coach Hakan Dahlbo behandelt. Schiessling: "So schlimm war’s noch nie." Als das Match wieder aufgenommen wurde verlor der Tiroler noch Satz eins mit 5:7, "ich wollte im zweiten Satz beim ersten Break gegen mich aufgeben – es hätte keinen Sinn gemacht." Aber er biss durch und gewann das Match noch: "Traumasalbe und Voltaren haben geholfen." Ob Schiessling bei den am Montag startenden Staatsmeisterschaften überhaupt antreten wird können, ist derzeit noch unklar: "Wenn es mir weiter so schlecht geht macht es keinen Sinn, hoffentlich wird es noch besser ", sorgte sich der dreifache österreichische Freiluft-Meister.
Ranking von 750 bringt Schiessling "gute Gesprächsbasis mit Schaller"
Der Lohn für die Strapazen: Ein ATP-Ranking von knapp 750 mit nun 20 Punkten (8 für das Finale in Telfs und 12 für den Sieg in Kramsach). Allerdings erst in zwei Wochen, wenn alle Punkte in die Wertung kommen. Schiessling darf also weiter mit der Staatsmeister-Wildcard für den Kitzbühel-Hauptbewerb liebäugeln. Eigentlich hätte er dafür am 10. Juli unter den Top 900 der ATP stehen müssen – das wird erst am 24. Juli der Fall sein. "Sollte ich die Staats gewinnen, hätte ich zumindest eine gute Gesprächsbasis mit Gilbert Schaller", meinte Tommy.
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