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Kramsach: "Hackertom" auf Titelkurs
Tommy Schiessling stoppte beim Austria F6 die georgische Aufschlagkanone Lado Chikhladze. Auch Christoph Steiner steht im Halbfinale.

Drittes Österreich-Future in den letzten drei Wochen, und zum dritten Mal haben zwei Heimische den Sprung unter die letzten Vier geschafft. Die Tiroler Lokalmatadore Thomas Schiessling und Christoph Steiner gaben sich am Viertelfinaltag des 10.000 Dollar-Turniers in Kramsach keine Blöße, beide blieben ohne Satzverlust. Die Chancen auf ein rein österreichisches Finale wie vergangene Woche in Telfs sind damit weiter intakt, da Schiessling und Steiner in der Vorschlussrunde am Freitag nicht aufeinander treffen werden.
Chikhladzes Waffe nützte nichts
In Hochform reiste Lado Chikhladze zum Future nach Kramsach: In Rumänien erreichte er zuerst ein Halbfinale, ein weiteres Turnier entschied er für sich. Seine sieben Spiele andauernde Siegesserie wurde nun von Tommy Schiessling beendet: Der dreifache heimische Freiluft-Staatsmeister hatte mit dem servicestarken Georgier, bei dem im Vorjahr bei seinem Future-Sieg in Bergheim Aufschläge um 240 km/h gemessen wurden, nur im ersten Satz Mühe. Letztendlich behielt "Hackertom" klar mit 7:5, 6:2 die Oberhand.
Top 900-Vorgabe teilweise erfüllt
Tommy Schiessling kämpft in Kramsach nicht nur um seinen ersten internationalen Titel seit fast sechs Jahren, der Innsbrucker hofft auch weiter auf eine Wildcard für das bevorstehende ATP-Turnier in Kitzbühel. Durch den heutigen Sieg haben sich Schiesslings Chancen auf eine Freikarte wohl wieder etwas erhöht. Denn die acht Punkte vom Telfs-Finale bringen mit den in Kramsach geholten mindestens vier Zählern das von ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller geforderte ATP-Top-900-Ranking. Einziges Problem: Die Frist für eine solche Platzierung ist bereits am 10.7. abgelaufen. Darüber hinaus muss Schiessling nächste Woche erst den ebenfalls verlangten Titel bei den Staatsmeisterschaften in Dornbirn holen.
Aller guten Dinge sind drei
Sein drittes Einzel-Match bestritt Christoph Steiner in Kramsach, zum dritten Mal musste er dabei gegen einen Landsmann antreten. Der Steirer Christian Magg hatte ihm an diesem Tag allerdings nur wenig entgegen zu setzen: Mit einem klaren 6:3, 6:1-Erfolg zog Steiner in sein erstes Halbfinale ein, seit er in San Benedetto del Trento im August 2005 erstmals bei einem internationalen Turnier unter den letzten vier gestanden war. Um seine Finalpremiere kämpft "Stone" nun gegen den topgesetzten Deutschen Bastian Knittel, der in Telfs erst von Tommy Schiessling gestoppt wurde. Der bekommt es nun übrigens mit dem tschechischen Wiespeiner-Bezwinger Theodor Devoty zu tun.
Welche Österreicher doppeln am stärksten?
Wie in Telfs ist mit Donnerstag nun auch der Kramsacher Doppelbewerb fest in österreichischer Hand. Die auf eins gesetzten Vorwochensieger Martin Fischer und Philipp Oswald eliminierten im Halbfinale mit einem 6:3, 6:4 gegen die Kroaten Marko Pazman und Drazen Sakac die letzten Ausländer. Im ÖTV-internen Duell des zweiten Semifinales setzten sich "Conny" Gruber und Christian Magg gegen Armin Sandbichler und Christoph Steiner durch: 6:1, 3:6, 6:4. Gruber/Magg fordern daher im Finale am Freitag um 13 Uhr die Hallen-Staatsmeister Fischer/Oswald.
mw
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