Kann Eschauer in Posen Hajek stoppen?

Rainer Eitzinger war gegen den topgesetzten Tschechen machtlos.

Seinen zweiten Frühling erlebte Werner Eschauer in dieser Saison bis Ende April. Danach schien der Aufwärtstrend des Niederösterreichers ein wenig ins Stocken geraten zu sein - bis diese Woche in Posen. Die heimische Nummer vier erreichte beim 85.000 Euro+H-Challenger in Polen mit einem 2:6, 6;1, 6:3-Erfolg über Tomas Zib die Runde der letzten acht. Das erhoffte ÖTV-Duell mit Rainer Eitzinger war da allerdings schon nicht mehr möglich, da der Tiroler gegen die Nummer eins Jan Hajek nur zwei Games verbuchte.

Hajek zu konstant
"Was Rainer auch probiert hat, Hajek wusste immer die bessere Antwort", berichtete Rainer Eitzingers Coach Jürgen Hager in einer Mail an die tennisweb.at-Redaktion. Für seinen Schützling gab es im Achtelfinale gegen den topgesetzten Tschechen nichts zu holen. "Wir waren zwar irgendwie schon vorgewarnt, aber eine so konstante Vorstellung hätten wir von Hajek nicht erwartet - das war schon feines Tennis."

Zuerst nach Deutschland, dann in die Heimat
Seine großen Künste stellt Hajek nicht erst seit Posen regelmäßig unter Beweis. Der 22-Jährige aus Olmütz entschied heuer seit Ende März drei Turniere für sich, darunter die hochdotierten Events von Braunschweig und Prostejov. Damit schaffte er am Montag als neue Nummer 92 der Welt erstmals den Einzug in die Top 100. Für Eitzinger geht es nun mit der Qualifikation zum ATP-Turnier von Stuttgart weiter. Danach steht das Heimturnier in Kitzbühel auf dem Programm, für das "Eitze" eine Hauptbewerbs-Wildcard erhielt - "wir haben uns darüber sehr gefreut", so Hager.

Direkter Vergleich als psychologischer Vorteil?
Im Gegensatz zu Eitzinger verlängerte Werner Eschauer mit dem Sieg über Tomas Zib seinen Aufenthalt in Polen. Gegen die ehemalige Nummer 51 der Welt musste "Esche" über die volle Distanz gehen, die nächste Aufgabe in Form von Hajek dürfte aber um mindestens eine Stufe schwieriger werden. Wie schwierig sie voraussichtlich wird, müsste spätestens seit Hajeks Vorstellung gegen Eitzinger klar sein. Dass die Hürde allerdings keine unnehmbare ist, sollte ebenfalls klar sein - auch weil Eschauer gegen den Tschechen im Head-to-head mit 2:1 voran liegt.

Noch ein Sieg für die Top 150
Das letzte Duell zwischen Eschauer und Hajek stieg erst im April im Viertelfinale des Bergamo-Challengers. Es endete mit einem sensationellen 6:1, 6:1-Sieg des Österreichers. Sollte Eschauer die Wiederholung dieses Erfolgs gelingen, wäre die Rückkehr in die Top 150 der Weltrangliste fixiert. Im Falle einer Niederlage bekäme "Esche" immer noch 19 Punkte gutgeschrieben. Damit würde sich der 32-Jährige Routinier voraussichtlich knapp unter den ersten 160 einreihen.

mw


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