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Posen: "Eitze" und "Esche" sind durch
Mit Werner Eschauer und Rainer Eitzinger schafften es zwei Österreicher beim hochdotierten Challenger in Polen in Runde zwei. Stefan Koubek scheiterte bereits am Vortag.

Wenig erfreulich hatte das 85.000 Euro+H-Turnier in Posen aus heimischer Sicht begonnen: Stefan Koubek verabschiedete sich im Einzel gegen Ilija Bozoljac ebenso zum Auftakt wie Rainer Eitzinger im Doppel. Der Dienstag konnte nur besser verlaufen - und das tat er auch: Mit Werner Eschauer und Rainer Eitzinger zogen doch noch zwei der drei heimischen Starter in Polen in die Runde der letzten 16 ein. Eschauer bezwang Lokalmatador und Wildcard-Inhaber Michal Przysiezny mit 6:3, 7:5, Eitzinger rang Juan-Pablo Guzman zweimal mit 7:5 im Tiebreak nieder. Lediglich im Doppel setzte es eine Niederlage: Eschauer und Koubek mussten sich den Polen Grzegorz Panfil und Jakub Nijaki mit 2:6, 3:6 geschlagen geben.
Comeback-Mann wieder auf der Überholspur
"Die bessere Vorhand hat entschieden" - so fasste Jürgen Hager das enge Match seines Schützlings Eitzinger gegen Guzman zusammen. "Eitzes" argentinischer Gegner ist kein gänzlich Unbekannter: Vor zwei Jahren stand Guzman recht knapp vor dem Sprung in die Top 100, im Vorjahr stoppte ihn dann eine Verletzung. Nach achtmonatiger Pause feierte er heuer im April sein Comeback. Seitdem konnte er bereits einige Achtungserfolge verbuchen. In Posen hatte er nur durch ein Protected Ranking einen Platz im Hauptfeld ergattert.
Neo-Top-100-Spieler als unlösbare Aufgabe?
Fünf Punkte hat Eitzinger bis Monatsende zu verteidigen, diese hat er mit dem Achtelfinaleinzug längst geholt. Kein leichtes Unterfangen dürfte es für den Tiroler allerdings werden, ins zweite Viertelfinale ensuite nach Montauban in der Vorwoche einzuziehen. Mit Jan Hajek wartet die Nummer eins des Turniers. Der Tscheche war bereits einmal auf dem Weg an die Spitze, ehe ihn das Verletzungspech verfolgte. Nun befindet sich Hajek in der Form seines Lebens: Mit Siegen beim Barletta-Challenger und den höher dotierten Events von Braunschweig und Prostejov schaffte er diese Woche als Nummer 92 erstmals den Einzug in die Top 100. Ein Duell zwischen Hajek und Eitzinger gab es bisher noch nicht.
Heimvorteil nützt nichts
Drei Niederlagen in Folge hatte Werner Eschauer zuletzt kassiert, darunter zwei unglückliche Auftaktschlappen. Nach einem Monat ohne Erfolg steht der Hollensteiner nun durch den Sieg über Michal Przysiezny wieder in einer zweiten Runde. Im Head-to-head mit dem Polen stellte Werner auf 2:0. Im Jahr 2003 hatte er Przysiezny ebenfalls bei einem Challenger in seiner Heimat erwischt: Beim 6:3, 6:4 in Breslau war Eschauer ebenso ohne Satzverlust geblieben. Zählbare Erfolge kann Eschauer derzeit gut benötigen. Das nächste Turnier, bei dem die heimische Nummer vier Punkte zu verteidigen hat, steigt erst Ende August. Es handelt sich hierbei aber um den Genf-Challenger, den Werner 2005 für sich entschied.
Ex-Top-100-Spieler als lösbare Aufgabe?
Wie Eitzinger bekommt es auch Eschauer nun mit einem Tschechen zu tun: der ehemaligen Nummer 51 der Welt, Tomas Zib (6). Durch eine schwache zweite Saisonhälfte verlor der 30-Jährige im Vorjahr seinen Platz in den Top 100. Diesen hat sich Zib 2006 durch zwei Challenger-Endspiele und der zweiten Runde in Wimbledon wieder ein wenig angenähert. Vom heiligen Rasen hatte er sich allerdings mit einem 1:6, 1:6, 0:6 gegen Olivier Rochus wenig ruhmreich verabschiedet. Auch in der Woche darauf scheiterte er in Biella vorzeitig. Zib hat sieben seiner letzten acht Spiele verloren. Vor Beginn dieser Serie machte er heuer noch mit einem Österreicher Bekanntschaft: Ex-Daviscupper Wolfgang Schranz hätte Zib beim Prag-Challenger beinahe eliminiert.
mw
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