Teheran: Köllerer rutscht am zweiten Double vorbei

Der Welser musste im Endspiel des 15.000 Dollar-Futures verletzt aufgeben und verpasste damit seinen vierten Titel in Folge.

Nichts wurde es mit dem zweiten Teheran-Double für Daniel Köllerer: Der auf ATP-Ebene noch gesperrte Oberösterreicher musste im Endspiel des 15.000 Dollar-Events gegen seinen Zimmerkollegen Alexander Satschko (GER) beim Stande von 5:2 aus seiner Sicht verletzungsbedingt aufgeben. In der Vorwoche hatte "Dani" noch beide Konkurrenzen gewinnen können, diesmal bleibt ihm damit nur der Titel im Doppel.

Rutscher vereitelt den Sieg
In einer Mail an die tennisweb.at-Redaktion schilderte Köllerer die Gründe für das vorzeitige Ende: "Ich bin eigentlich sehr locker in dieses Finale gegangen und hatte auch einen guten Start. Wie in meinen vorigen Matches schaffte ich ein frühes Break zum 3:1 - ich war der bestimmende Mann am Platz", so der Welser, der wenig später aber einen verhängnisvollen Rutscher hatte. "Bei 30:15 ist es passiert, ich servierte einen guten schnellen Kick nach außen, den Alex viel zu kurz retournierte. Ich bin hin und spielte meinen Paradeschlag - den Rückhand-Stop. Er hat diesen Ball noch gerade so erreicht und antwortete mit einem unglaublichen Gegenstop, Cross auf meine Vorhand. Als ich hinlief und hinrutschte, kam ich aber mit meinem linken Fuß auf die Single-Linie."

Nach sieben Games war's vorbei
"Ich bin vollig weggerutscht", berichtet Köllerer weiter, "spielte den Ball zwar noch Cross weg, machte den Punkt, konnte das Bein danach aber kaum noch belasten. Bei 4:2 hab ich sogar noch einmal meinen Aufschlag gehalten, aber dann war Schluss. Der Fuß tat mir einfach zu sehr weh um weiter zu spielen", so der 22-Jährige, für den die zweiwöchige Siegesserie im Iran damit zu Ende ging. "Schade, ungeschlagen aus Teheran abzureisen wäre die Krönung gewesen."

Dank an die Freundin
Besonders viel Wert legte Köllerer auf die Veröffentlichung des letzten Absatzes seines Briefes an die Redaktion: "Ich möchte mich bei meiner Freundin bedanken", schrieb der Spöttl-Schützling. "Sie war die einzige mit der ich in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte. Damit gab sie mir auch die nötige Kraft, um so erfolgreich zu spielen - auch wenn es letzten Endes nur zwei Future-Turniere waren."

mm


Die tennisweb.at-Raster aus Teheran:
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