Zwei Siege, zwei Niederlagen am Tag der Österreicher-Doppel in Wimbledon

Oliver Marach und Alex Peya zogen in die zweite Doppelrunde ein - Marach drehte sogar einen 0:2-Rückstand um. Sybille Bammer und Jürgen Melzer verloren.

Alle Doppel mit österreichischer Beteiligung waren am fünften Hauptbewerbs-Tag in Wimbledon am Schedule of Play zu finden. Zwei Siege und zwei Niederlagen stehen am Ende des Freitags am Konto der Rot-Weiß-Roten: Oliver Marach rang mit seinem deutschen Partner Lars Burgsmüller das italienische Duo Sanguinetti/Seppi 5:7, 4:6, 6:3, 6:4, 6:4 nieder, Alex Peya und Björn Phau siegten gegen Christopher Kas und Florian Mayer 6:1, 7:6, 6:4. Sybille Bammer unterlag mit Burgsmüllers Landsmännin Julia Schruff dem russisch-italienischen Nummer-acht-Duo Elena Dementieva/Flavia Pennetta 3:6, 3:6. Und Jürgen Melzer scheiterte gemeinsam mit Gilles Muller an der serbisch-italienischen Paarung Novak Djokovic/Daniele Bracciali hauchdünn mit 6:7, 6:7, 6:7.

Nur in Wimbledon ...
0:2 Sätze waren Oliver Marach und Lars Burgsmüller in der ersten Doppelrunde von Wimbledon bereits zurückgelegen. Andernorts wäre die Partie da schon gelaufen, doch nicht in Wimbledon. Best-of-Five werden die Doppel nur beim Rasen-Grand-Slam und im Daviscup gespielt. Und so nützte das österreichisch-deutsche Gespann die Chance und gewann die folgenden drei Sätze und damit das Match. Damit erhöht sich Marachs Kontostand weiter: Zu den 14.000 Euro für die erste Einzelrunde, kommen 6.000 für Doppel-Runde zwei.

Zwei Premieren für Marach
Es war Marachs erster Sieg auf Rasen nach fünf Niederlagen im Einzel und einer im Doppel in der Wimbledon-Qualifikation 2002. Und es war nach klassischen Tennisregeln auch der erste Fünf-Satz-Sieg des Grazers überhaupt nach drei Niederlagen im Einzel (jeweils erste Runde: 2002 French Open gegen Flavio Saretta, 2005 Australian Open gegen Jean-Rene Lisnard, 2006 Australian Open 2006 gegen Dominik Hrbaty). Warum nach klassischen Tennisregeln? 2000 konnte "Oli" auf Future-Ebene zwei Fünf-Satz-Matches auf kurze Sätze gewinnen.

Alex gegen Titelverteidiger
Einen lockeren Auftakt hatte Alex Peya gegen Kas und Mayer - dafür kommt es in Runde zwei umso dicker. Mit dem australisch-südafrikanischen Paar Stephen Huss/Wesley Moddie warten nicht nur die auf neun Gesetzten, sondern dazu die Titelverteidiger in Wimbledon. Huss und Moodie zogen im Vorjahr mit nur einem Satzverlust ins Endspiel ein, wo sie die Bryan-Brüder in vier Sätzen schlagen konnten. Seitdem läuft's zwar gut, Turniersieg feierten die beiden allerdings nach Wimbledon 2005 keinen mehr.

Zweite Niederlage beim dritten Turnier
Sybille blieb bei ihrem dritten Antreten bei einem Grand Slam-Doppelbewerb der zweite Sieg verwehrt. Bei den French Open hatte die Ottensheimerin mit Julia Schruff eine Runde gewonnen, in Wimbledon musste sie – wie schon in Melbourne – das Auftakt-Aus hinnehmen.

Kein Glück ohne Knowle
Das selbe Schicksal ereilte in den Abendstunden auch Jürgen Melzer, der ohne seinen verletzten Standard-Partner Julian Knowle offenbar kein Glück hat. Trotz einer positiven Tiebreak-Bilanz im Doppel in diesem Jahr (5:4) verlor er gemeinsam mit Muller alle drei im heutigen Match - zwei davon zu fünf, das letzte zu drei.

PR/ap


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