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Marach in Lugano nicht zu biegen - Halbfinale und Endspiel!
Daniel Munoz-de la Nava erwies sich für Oliver Marach als die erwartet zähe, aber lösbare Aufgabe.

Zum zweiten Mal in Folge blieb Oliver Marach beim 85.000 Euro+H-Challenger von Lugano in der Schweiz ohne Satzverlust. Dennoch war es für Österreichs Nummer zwei am Freitag Abend ein hartes Stück Arbeit, bis der Einzug in die Vorschlussrunde fixiert war. Der derzeit in Hochform agierende Qualifikant Daniel Munoz-de la Nava lieferte "Oli" bis zum Schluss einen harten Fight. Der Spanier führte im einstündigen ersten Satz sogar mit 4:1, musste sich aber letztendlich mit 6:7 (3), 4:6 geschlagen geben. Das entscheidende Break zum 6:4 gelang Marach erst im letzten Game.
Wiedersehen mit Patience
105 Minuten standen sich Marach und Munoz-de la Nava insgesamt gegenüber. Trotz des intensiven Duells wurde den beiden punkto Spieldauer von der zugleich begonnen Partie am Nebencourt der Rang abgelaufen. Als Marach und Munoz-de la Nava den Platz verließen, befanden sich der Brasilianer Marcos Daniel und Guillermo Garcia-Lopez erst beim Stand von 7:6 (10) und 1:1 für den Spanier. Auf den Sieger dieser Partie könnte Marach allerdings erst im Finale treffen. Vorher wird sich der Grazer mit Oliver Patience messen müssen. Gegen den Franzosen führt Marach seit Jänner mit 1:0 im Head-to-head, "Oli" siegte damals im Qualifikationsfinale von Doha knapp in drei Sätzen. Seitdem wusste Patience unter anderem mit dem Semifinale beim ATP-Turnier von Costa do Sauipe und dem Challenger-Sieg in San Remo zu überzeugen. Im Lugano-Achtelfinale eliminierte er mit Potito Starace die Nummer eins.
Wachablöse im heimischen Tennis?
Weiter abgesichert hat Oliver Marach mit dem Halbfinale bei den Eidgenossen seinen Platz in den Top 100. Der aktuell auf Platz 97 geführte 25-Jährige darf sich über einen Netto-Punktezuwachs von 24 Zählern freuen. Diese bringen ihm nur eine geringfügige Verbesserung. Mit einem weiteren Sieg wäre allerdings Marachs Career High vom 29. Mai (Rang 90) in Gefahr. Im besten Fall - dem Turniersieg - könnte "Oli" nach momentanem Stand der ATP-Rangliste am Montag auf Position 84 aufscheinen. Auf Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer würden dann nur noch 28 Punkte fehlen.
Fleißaufgaben ...
Nicht nur im Einzel, sondern auch im Doppel ist Marach in Lugano weiter im Bewerb: Mit Giorgio Galimberti topgesetzt, gab es zwei äußerst mühevolle Siege, die den Einzug ins Halbfinale brachten. In der Runde der letzten acht stand das österreichisch-italienische Gespann sogar knapp vor dem Aus, behielt aber gegen Massimo Dell'Acqua und Potito Starace (ITA) mit 17:15 im Champions Tiebreak die Oberhand.
... und Nachtübungen
Ums Finale durfte Marach mit Galimberti zu seinem Ärger ("Das ist echt Scheisse! Viel Zeit zum Regenerieren wird mir am Samstag nicht bleiben") noch am Freitag ab etwa 23 Uhr kämpfen. Denn Gegner von Marach/Galimberti waren Marcos Daniel und sein brasilianischer Landsmann Julio Silva. Daniel beantragte nach seiner verloren gegangenen 3:42 Stunden-Einzelschlacht gegen Garcia-Lopez die längstmögliche Zeit zur Regeneration. Genützt hat sie ihm und Silva nichts: 6:2, 6:3 für Marach/Galimberti in rund einer Stunde. Nur die Nummer zwei-Paarung Leonardo Azzaro (ITA) / Sergio Roitman (ARG) kann jetzt noch Marachs ersten Saisontitel verhindern.
mw
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